Dienstag, 23. April 2013

Da steh ich mir doch gerne die Beine in den Bauch!

Freunde, die Geschichte ist so.

Im Herbst 2010 war ich mehrmals zu Gast in der Markthalle im Viadukt in Zürich als Gast von Slow Food mit meinen guten Weinen. Und ich sage Euch, von Montag bis Donnerstag Nachmittag war da oft "tote Hose". Die schöne Halle gähnte oft vor Leere und Langeweile, jawohl. Und ich stand mir die Beine in den Bauch. Ganz ehrlich, manchmal echt ätzend.

Na ja. Gute Absichten sollten auch belohnt werden. Die investierte Zeit und der Aufwand - darüber möchte ich nicht einmal nachdenken. Aber ... und hier kommt der springende Punkt ... ich habe da ein paar ganz gute Typen kennen gelernt. Einer davon ist Holger Herbst.

Holger, passionierter Hobby Winzer, hat mir einen neuen Weg zum meinem früheren Fast-Wohnort-und-Rebgebiet gezeigt. Er hat einen Rebberg bei Andelfingen am Schiterberg gepachtet und baut mit Hilfe von FreundInnen Pinot Noir an. Schweizer Landwein?!? Ui ui ui, kenn ich doch noch allzu gut von meiner Wohnzeit im Zürcher Weinland. Und ohne generelles Urteil, ich habe gerne allzu oft Finger, Lippen und Gaumen davon gelassen.

Aber ... Holger hat mir die Augen, den Gaumen und seine Flaschen geöffnet!

An früherer Stelle habe ich bereits über seinen tollen 2009er Schiterberg berichtet. Holger Herbst hat am letzten Sonntag zur Degustation des neuesten Jahrgangs 2011 geladen. Natürlich - da musste ich hin, da meine Genuss-Vorräte an 2009er Schiterberg erschreckende Schwindsucht zeigen.

Bei der Gelegenheit, hat Holger freundlicherweise noch eine der letzten Flaschen des 2010er spendiert und Folgendes sei hier berichtet:

Schiterberg 2010 - Eigenbau Holger Herbst - Kelterung Urs Pircher

Ein kühles Jahr mit 88 Oechsle Grad und 12.5°. Zu Recht haben Winzer und Oenologe entschieden, diesen vorwiegend im Stahltank auszubauen, damit er seine schöne Frucht behält und zeigt. Eine kurze Zeit im grossen Holzfass bringt ihm Gerüst und Stütze.

Klares, strahlendes und recht dichtes Rubinrot. In der Nase eine kühle Würze, und mit der Zeit zeigen sich schöne rotbeerige Noten, ein Hauch Muskatnuss, Himbeeren, die sich vor allem auch im Gaumen klar manifestieren. Schöne Pinot Noten mit guter Frucht. Die Tannine recht fein und eine präsente Säure, die zu einem Essen eine Balance bringen. Jetzt trinken bis 2015. 15.5 / 20 BAP.

Ein schöner Anfang - ich bin gespannt auf das Encore.

Schiterberg 2011 - Eigenbau Holger Herbst - Kelterung Urs Pircher

Der Wein bringt 13° aus den 96 Oechsle und wird ja von keinem geringerem als Urs Pircher, der ja auch schon Weltmeister des Pinot Noir war, gekeltert. Der Wein mit geringem Ertrag, sorgfältig ausgelesenem Traubengut und Ausbau während rund zehn Monaten im Doppelbarrique tönt vielversprechend. Also, rein ins Glas damit!

Helles, klares und strahlendes Rubinrot mit hellen Rändern. In der Nase ein sortentypisches Pinot Bouquet, warm, viel rote Beeren und feine Kräuternoten, ein Hauch Lakritze. Ein Nasenschmaus! Im Gaumen zeigt sich ein "warmer" Pinot, vollmundig mit viel Fruchtextrakt. Die Tannine sind unglaublich fein und weich. Der Ausbau im Holzfass gefällt sehr gut mit der richtigen Dosierung und Balance von Frucht und Holz. Eine schöne Würze, etwas Lakritze und Spitzwegerich mit recht langem Nachhall. Im Trunk zeigt sich der Wein mild, fast cremig mit nussigen Noten. Geniessen bei 16 - 18° von 2013 - 2016 durchaus im grossen Burgunderglas. Übrigens ist auch die neu gestaltete Etikette schön gelungen.

Für mich ein tolles Pinot Erlebnis - mit 17 / 20 BAP und einem Genusspreis von 17.50 schon fast ein Must-Have. Da konnte ich die Finger nicht davon lassen.

Am nächsten Samstag bietet Holger noch einmal die Gelegenheit, seinen tollen Schiterberg kennen zu lernen und zu degustieren.

Samstag 27. April  17.00 - 21.00 Uhr       Einladung und Details

Freunde, dieser gute Tropfen und die Weinfreundschaft mit Holger sind es mir doch alleweil wert, dass ich die Beine in den Bauch gestanden habe. Jawohl!

Freitag, 29. März 2013

Drugo - last orders

Den grossartigen Cru Chianti Classico "Drugo" 2007 der Fattoria Santo Stefano hatte ich vor drei Jahren entdeckt und importiert. Dieser moderne Chianti mit Ausbau im Barrique und im Stil eines grossen Super-Tuscan hat seither viele Freunde gefunden.

Bei meinem Besuch der Fattoria Santo Stefano vor zwei Jahren habe ich vom Besitzer Agostino Bendinelli eine Flasche des Drugo 2001 erhalten. Na ja, also ein wenig fragen, bitten, betteln hat es schon gebraucht, um eine der allerletzten Flaschen dieses Shooting Stars zu erhalten. Der Drugo 2001 war nämlich der allererste Jahrgang, den die Familie Bendinelli produziert hat. Gambero Rosso hatte den grandiosen Neuling damals gleich mit zwei Gläsern ausgezeichnet.

Gestern war der richtige Tag, diesen auch zu kredenzen. Beim Öffnen der Flasche noch sehr verschlossen, ein ganz leicht muffiger Ton, ein recht reifer alter italienischer Wein. Ab in die Karaffe damit. Welche Offenbarung! Mit etwas Luft zeigt sich ein ganz toller Wein - Drugo 2001:

Im Glas ein dunkles Kirschrot, das kaum auf das Alter des Weins schliessen lässt, dicht und konzentriert. Im Bouquet eine schöne Palette von dunklen Beeren, Feigennoten, Kräutern, reife Noten, Herbstwald. Im Gaumen enorm dicht mit präsenter Frucht, gut eingebundenen und weichen Tanninen. Ganz lang im Abgang. Ein tolles Erlebnis, diesen 2001er verkosten zu dürfen - schöne 18.5 / 20 BAP. Auf dem Höhepunkt des Genusses. Die Frage nach dem weiter Lagern stellt sich kaum. Die einzige und letzte Flasche hat ihren Weg zu den Geniessern gefunden.

Der Drugo 2007 ist längst ausverkauft. In meinem Privatkeller habe ich noch drei Exemplare. Und eines davon hat die schmackhafte Lasagne begleitet.

Auch der Drugo 2007 bereitet immer wieder grosse Freude. Im Glas das für dichte Chianti typische dunkle Kirschrot. Schöne Frucht in der Nase, Holznoten der neuen Barriques, Hagebutten, schwarze Kirschen und Feigen, eine dezente Würze. Im Gaumen diese Fruchtsüsse, weich und mit feinen Tanninen. Mundfüllend und harmonisch.

Ein wenig Trauer schwingt mit beim Genuss. 2001 ist Geschichte und den 2007er werden wir noch ein oder zwei Mal geniessen und vielleicht noch manchmal davon träumen.

Wie Friualano?

Wenn ich Friulano erwähne erhalte ich meistens Fragezeichen in den Gesichtern meiner Gegenüber. Ist ja auch nicht so bekannt bei uns. Die autochthone Traubensorte Friulano, die sinnigerweise aus dem Friaul stammt ist bei uns nicht sehr bekannt. Eigentlich schade, wenn man die Spitzenprodukte geniesst, die aus diesen Reben enstehen.

Heute im Glas eine Musterflasche Friulano Col Livius 2011 der Azienda Agricola La Tunella in Civiale del Friuli. Na ja - ich habe mich an der Friaul Degustation durch eine Reihe guter und leider auch mittelmässiger Friulano durchgekämpft. Und dann das hier!

Ich bin ehrlich gesagt immer wieder froh, Produzentenveranstaltungen zu verlassen mit einem seeligen Lächeln auf dem Gesicht und der Erkenntnis, nichts Überragendes gefunden zu haben. Kein Nachdenken-fühlen-schmecken, nein.

Aber bei der Veranstaltung kam ich nicht umhin, mir eine Musterflasche zur Nachverkostung zu sichern. Und heute wieder grosses Weinkino!

Das sorgfältig gelesene Traubengut wird für 36 Stunden einer Kaltmaischung bei nur 4° unterzogen. Der Most wird anschliessend kühl mit kontrollierter Temperatur vergoren. Nach der Gärung wird der Wein auf der Hefe in grossen Eichenfässern aus slowenischer Eiche ausgebaut.

Im Glas zeigt sich der Friulano in einem klaren, strahlenden Goldgelb. Im Bouquet offenbart sich eine tolle würzige Note des Holzausbaus. Ganz tolle Fassnoten begleitet von floralen Noten, blumig, schöne Noten von Mandeln, Lindenblüten. Im Gaumen eine tolle Erfahrung. Eine fruchtige Dichte mit toll eingebundenem Holz, viel Schmelz, Holunderblüten, weiss-florale Geschmacksnoten. Langer Abgang und auch das Bouquet bleibt ganz lange im leeren Glas. Grossartiger Wein. 18.5 / 20 BAP. Trinkreife 2012 - 2015.

Diesen Wein möchte ich immer wieder einmal im Glas haben - ich glaube ich werde beim Produzenten anklopfen und den Import prüfen. Freunde, unbedingt dranbleiben. Da wartet ein grosses Genusserlebnis.

Montag, 25. März 2013

Die Spatzen pfeiffen's von den Dächern

Da komme ich nicht drum herum, gleich noch einmal einen Beitrag über Ferrero zu schreiben. Heute morgen kommt die neueste Ausgabe von Vinum ins Haus.

Überraschung! ... oder eben doch nicht wirklich?

Aktuell berichtet Vinum über die besten Brunello di Montalcino im anspruchsvollen Jahrgang 2008. Bekanntlich vergibt Vinum die Benotungspunkte sachlich, dosiert und meistens gar nicht überschwänglich.

250 Weine wurden verkostet und gerade einmal vier - 4!!! - erhielten die Bestnote von 18 von 20 Punkten. Und wenn Christian Eder auf eine 18 hoch geht, dann ist ein grossartiger Wein im Glas - jawohl! Aber eben, Christian, ganz überrascht hat mich Deine Benotung dann doch nicht.

Beim letzten Besuch im September 2012 bei Pablo Harri und Claudia Ferrero habe ich noch die Fassmuster der neuen Jahrgänge der Ferrero Weine verkostet - und das liess auch für die Zukunft wieder Grosses erahnen.

Die Azienda Agricola Ferrero habe ich letztes Jahr kennen gelernt. Es war für mich die überragende Entdeckung bei der Vinum Präsentation der besten Brunello Produzenten. Und wie. Den Brunello 2007 - der bei mir noch ein halber bis ganzer Punkt höher steht - habe ich letztes Jahr importiert und ich bin ab jeder Flasche immer wieder begeistert.

Als Weinliebhaber versuche ich immer wieder genau die Trouvaillen zu finden, die halt eben überdurchschnittlich gut sind, grossartig, genussvoll. Und oft sind das dann Geheimtipps zu genussvollen Preisen, bei denen der Inhalt und nicht (nur) die Etikette stimmt.

Vinum bestätigt, dass da ein grossartiger Produzent am Werk ist, der sein Handwerk versteht. Und die Resultate können sich sehen oder besser noch geniessen lassen.

Ferrero Weine - unbedingt probieren! Zum Genusspreis erhältlich bei Bona aestimare und der Online Vinothek.

Den Bericht von Vinum lesen Sie hier.

Freitag, 15. März 2013

Möge der Frühling kommen und Du bist dabei!

Ja, Freunde des guten Genusses - mal ganz ehrlich, wir haben den Schnee und die Kälte doch langsam etwas satt. Natürlich freue ich mich noch über ein paar Skitage. Aber bitte mit Sahne ... nein, mit Sonne, klar!

Ansonsten helfe ich dem Frühling doch selber etwas nach. Und Du kannst profitieren und die Frühlingsgefühle ebenfalls einläuten.

Am Freitag, 22. März 2013 lassen wir die Sonne von Südfrankreich ins Ybrig kommen - jawohl. Der Weinclub Ybrig lädt im Landgasthof Rösslipost in Unteriberg um 19 Uhr zu Tisch mit "Perlen aus Südfrankreich". Wir geniessen ein mediterranes Menü mit Weinen aus dem Rhonetal, Bandol und dem Languedoc Roussillon. Die Schweizer Weinmacherin Verena Wyss ist bei uns zu Gast. Da bahnt sich frühlingshaft Genussvolles an.

Hier kannst Du das Detailprogramm ansehen und Dich für einen Platz anmelden.

Es geht gleich weiter mit dem Genussprogramm. Am Samstag, 23. März 2013 von 13 - 17 Uhr haben wir im Weinkeller Richterswil offene Tür und Frühlingsdegustation. Und die Preise schmelzen wie der Schnee mit einem Frühlings-Degustationsrabatt von 10 % auf allen Weinen.

Meet & Greet: Verena Wyss ist bei uns in Richterswil zu Besuch. Du kannst sie persönlich treffen und einige ihrer tollen Weine probieren.

Und weiter geht es am Sonntag, 24. März 2013 von 11 - 18 Uhr. Wir sind am Mercato del Gusto im Casa d'Italia an der Erismannstrasse 6 in 8004 Zürich. Natürlich hoffen wir auf frühlingshaftes Wetter für Deinen Besuch am Mercato - die Messe für Qualitätsweine und Delikat-Essen. Viele Aussteller warten mit einem tollen Angebot auf - degustieren, probieren, Erfahrungen machen.

Wir sind da mit einigen unserer tollen Weine, die Du unverbindlich probieren kannst. Verena Wyss ist einmal mehr unser Gast und der Produzent Cantina die Gambellara ist ebenfalls mit einer Reihe schöner Weinentdeckungen bei Bona aestimare und der Online Vinothek mit dabei.

Ein Gratis-Eintrittbillet kannst Du einfach bei uns hier bestellen.

Wir freuen uns, mit Dir das Glas auf den Frühling zu erheben - prost!

Samstag, 2. März 2013

Ferrero - ein Küsschen für Brunello!



Ferrero Küsschen - kennt man. Ja. Aber heute will ich doch über einen anderen Ferrero berichten. Keine Schokolade, natürlich geht es um guten Wein.

Wahnsinn, wie die Zeit verfliegt. Im Vinum Kalender steht "Brunello Experience - 23. April 2012". Ja, da war ich und habe unzählige Rosso und Brunello di Montalcino verkostet. Wahrlich nicht alles ganz grosser Genuss. Und ehrlich gesagt, bin ich auch immer wieder froh darüber, wenn ich an einer Weinausstellung nichts Weltbewegendes finde - gar nichts, nada. Denn so lebe ich einfach biblisch ... "und führe mich nicht in Versuchung". Ich brauche nichts weiter zu verfolgen, basta.

Fast am Ende eines Marathons und nach Prüfung von über zwanzig Brunello Produzenten lande ich am Tisch von Ferrero und bin hin und weg, fast hypnotisiert von einer neuen Entdeckung. Ich probiere den Rosso di Montalcino und verschiedene Jahrgänge des Brunello. Wow - ganz grosse Geschichte, was da aus der Flasche ins Glas kommt.

Im September 2012 dann ein Besuch vor Ort und mehr zur Geschichte von Ferrero.

Der junge Schweizer Oenologe Pablo Harri geht anfangs der 1980er Jahre nach Montalcino. Zur gleichen Zeit kommt Claudia Ferrero aus dem Piemont in die Region. Pablo und Claudia lernen sich bei der Arbeit kennen und lieben. Heute haben sie drei Töchter und ein gemeinsames Weingut.

Pablo bewirbt sich nach seiner Ankunft einfach beim weltberühmten Castello Banfi und schreibt dort von 1982 - 1999 Weingeschichte. Als Chef-Oenologe ist er in diesem grossen Haus für die Produktion mehrerer Millionen Flaschen verantwortlich. Von 2000 - 2009 zeichnet Pablo beim biologischen Vorzeigegut Col d'Orcia verantwortlich für die Weinproduktion - auch hier entstehen unter seiner Ägide mehrere hundertausend Flaschen pro Jahr.

Im Jahre 2002 beginnen Pablo und Claudia mit dem Aufbau des eigenen Weinguts und Keller bei Sant'Angelo in Colle. Sie erwerben von Col d'Orcia einige ausgewählte Rebberge im Montalcino. Zusätzlich haben sie in der Maremma Rebberge bei Montenero d'Orcia. Und 2009 beschliesst Pablo Harri, sich mit Claudia ganz dem eigenen Wein zu widmen. Und wie - die Resultate sind einfach grossartig.

Die Rebberge in Montalcino liegen etwa 250 Meter über Meer und umfassen rund 3ha mit Lehmböden. Dieses Terroir hilft, die Feuchtigkeit in der trockenen Gegend zu halten. Die Reben sind ausnahmslos Sangiovese, der hier eben auch Brunello genannt wird. Die Rebberge werden sorgfältig gepflegt und bei der Traubenselektion wird grösste Sorgfalt angewandt, damit das optimal reife Traubengut zum richtigen Zeitpunkt gelesen wird.

In den Weinbergen in Montecucco baut Ferrero je etwa ein Viertel Cabernet Sauvignon, Merlot, Montepulciano und Alicante an. Die Trauben werden separat vinifiziert und in gebrauchten Barriques ausgebaut.

Rosso di Montalcino 2010

Tiefes Purpurrot mit violetten Reflexen und schönen Kirchenfenstern. Das Bouquet sofort da mit Noten von Kakao, Kokosnuss, Röstnoten, schwarze Schokolade. Mit etwas Luft entwickelt sich die Vielfalt und zeigt schwarze Kirschen, Kaminnoten, Räucherspeck, Lakritz, Gewürze. Da könnte man ganz lange einfach genussvoll schnuppern. Im Gaumen dichte Frucht, schwarze Beeren, Brombeeren, viel Fruchtsüsse und Extrakt, präsente und gut eingebundene Tannine. Dieser Wein bietet jetzt schon viel Trinkgenuss und hat Potenzial. Ein toller Rosso - 17.5 / 20 BAP. Eine Kleinproduktion von rund 8'500 Flaschen.

Brunello di Montalcino 2007

Grosse Klasse - so macht Brunello Freude. Diese dichte Frucht mit Fruchtsüsse und einer eleganten Weichheit hat Stil und zu Recht gehört Ferrero zu den besten Brunello Produzenten. Ein betörendes Bouquet mit tollen Röstnoten, Feigen, süsse Gewürznoten, schwarze Kirschen - breit und unglaublich vielfältig. Von diesem Kunstwerk gibt es rund 9'000 Flaschen - glücklich, wer ein paar im Keller hat. Jetzt zu geniessen aber auch mit vielen Jahren Potenzial. 18.5 / 20 BAP.

Toscana Rosso IGT 2010

Diese Assemblage mit je 33 % Cabernet Sauvignon und Merlot und je rund 16 % Montepulciano und Alicante ist eine Genussbombe. Junges, dichtes Purpurrot mit violetten Reflexen und fast schwarzem Kern. Im Bouquet wuchtig im positiven Sinn mit enorm dichter Frucht, Kräuternoten, Fruchtsüsse, Wärme und Heunoten. Im Gaumen vollmundig mit viel Fruchtexktrakt und -Süsse. Ganz langer Abgang. Ausgewogen und kraftvoll. 17.5 / 20 BAP und ein enorm schönes Preis-Leistungsverhältnis für diesen Barriquewein.

Und bei so guten Weinen kann ich der Versuchung doch nicht widerstehen - die müssen in die Schweiz kommen. Alle drei erhältlich bei Bona aestimare oder Online Vinothek.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Feiner mit Lagreiner!


Die Villa Karneid kennen wir ja schon und von diesem vorzüglichen Lagrein hatten wir die Jahrgänge 2008, 2009, 2010. Jetzt eingetroffen der neue Jahrgang 2011. Soviel vorweg - wieder grossartig.

Im Glas dieses unverwechselbare Violett, das ein schöner Lagrein bringt. Leuchtend, dunkel, fast schwarz. Das Bouquet zeigt sich bereits voll kurz nach dem Öffnen der Flasche. Noten von schwarzen Beeren, Brombeeren, Heidelbeeren, süsse Veilchen, floral, etwas Leder. Mit etwas Luft entwickeln sich süsse Gewürznoten, Lebkuchengewürze, ein Hauch Tabak, Mokka, schwarze Schokolade, auch eine leicht salzige Würze mit einem Hauch Maggikraut. Das macht Spass - schnuppern, Bilder vorüber ziehen lassen, Wärme - ja, ein warmes Bouquet erinnert an einen schönen Herbsttag.

Im Gaumen trotz der Jugend und des präsenten Gerbstoffes eine ganz weiche Fülle. Die Tannine sind da, dicht und zugleich unglaublich sanft und schön eingebunden. Wow - mundfüllend, total dicht und angenehm ausgewogen. Sehr harmonisch mit einer guten Fruchtsüsse. Wieder viel reife Brombeeren, Würze und einer frischen, angenehmen Säure. Das ist Trinkfreude pur!

Da mache ich der Familie Giovanett von der Kellerei Castelfeder doch gerne wieder ein ganz grosses Kompliment. Tolle Arbeit im Rebberg und im Keller der gekonnte Feinschliff mit einem nur teilweisen Barrique-Ausbau. Die Frucht bleibt voll erhalten, der Ausbau im Holzfass unterstützt die Struktur und gibt Fülle.

Das ist einer ganz grossen, trinkfreudigen Lagrein, welcher schon in der Jugend genossen werden kann obwohl auch dieser Wein einige Jahre Potenzial hat. 18 / 20 BAP für den tollen 2011er.

Erhältlich jetzt bei Bona aestimare und der Online Vinothek. Und ein ganz tolles Preis-Genussverhältnis.

Freitag, 25. Januar 2013

Unikate am See ...

Freunde des Guten, Freunde des Schönen - willkommen bei Unikate am See. Natürlich meine ich auch unsere ausgesuchten Weinunikate, welche an der Seestrasse 79 in Richterswil zu finden sind, logo, klar. Aber ... wie der Zufall so will, scheint die Seestrasse geradezu ein Hort von Unikaten zu sein.

Vor einigen Monaten wurde das Lokal an der Seestrasse 49/51 ausgeräumt. Die grossen Fenster zur Strasse mit Packpapier abgeklebt und gut sichtbar beschriftet mit "IN  XX TAGEN GEHT ES LOS". Verheissungsvoll ... nur was geht denn hier los?



Ich fahre ja regelmässig da vorbei auf dem Weg zum Bona aestimare Degustationskeller. Mein Blick immer wieder magisch angezogen von dem Lokal. Und Ende November 2012 ist dann plötzlich Leben und Licht im Lokal ... und draussen ein Schild:

"Unikate am See"

Das macht neugierig und da eine gesunde Portion Neugier eine meiner Tugenden ist, mache ich einen Halt und schaue herein. Diese Geheimniskrämerei nach Wochen von Packpapier-verhüllten-schau-nicht-rein-Scheiben muss nun endlich gelüftet werden. Jawohl.

Ein freundliches "Hallo" lädt mich ein, als ich bei Unikate am See anklopfe. Drinnen treffe ich die beiden sympathischen Künstlerinnen Brigitte Ingold und Sarah Speich und mit Ihnen einen Einblick in die Welt ihrer Unikate.



Die Atmosphäre einladend, schlicht, einfach, gradlinig und gemütlich - genau mein Stil. Die beiden Frauen haben viel Zeit, Engagment und Herzblut in den Umbau gesteckt. Das sieht man. Die Wände frisch gestrichen, als Kontrast braune Natursteine in die Wand gesetzt. Das Ladenlokal schön eingerichtet und dekoriert, eine reiche Auswahl von Möbeln mit Chic und Accessoires im französischen Landhausstil von Sarah Speich. Die Ausstellung ergänzt durch die beeindruckenden Steinskulpturen von Brigitte Ingold. Einfach toll, was da entstanden ist.

Sarah und Brigitte laden am Samstag, 2. Februar 2013 zum Tag der offenen Tür ein. Nebst Ladengeschäft und Ausstellungsraum haben die beiden Künstlerinnen ihre Werkstatt da und man erhält einen Eindruck, wie die Kunstwerke entstehen, die man hier bestaunen und bewundern kann.

Schönes und Gutes passt bekanntlich zusammen - Unikate & Unikate.
So haben wir gemeinsam beschlossen, dass Bona aestimare am Tag der offenen Tür bei Unikate am See als Gast mit dabei ist. Wir freuen uns, Ihnen in diesem schönen Ambiente einige unserer ausgesuchten Weine zu zeigen. Und wir erzählen Ihnen gerne mehr über unsere Weinunikate und die "Künstler", die dahinter stehen.

Also, reservieren, hereinschauen, staunen, plaudern, probieren: willkommen!

Samstag, 2. Februar 2013 von 9 Uhr bis 16 Uhr

Tag der offenen Tür bei Unikate am See an der Seestrasse 49/51 Richterswil.

Montag, 21. Januar 2013

Der schwebende Wein ...


Für einmal geht es nicht um Wein ... na also, mindestens nicht ganz direkt. Indirekt hat es schon etwas damit zu tun und generell mit dem Schönen im Leben - bona aestimare!

Heute geht es um Genuss, Kunst und einen besonderen Künstler. Bühne frei für:

Norbert Staudacher

Geboren 1962 in Chur. Er lernte erst Bauzeichner und dann Schriftenmaler. Zum Künstler berufen, besuchte er Kurse an der Internationalen Akademie für Bildende Künste in Salzburg. Da ist zu Lesen in der Biografie: Gestalter, Fotograf, Erfinder - ich füge an, Metallkünstler.

Norbert pendelt zwischen St. Gallen und Berlin. Er experimentiert und arbeitet intuitiv. Zur Zeit entwickelt er seine eigene Technik mit Metallbildern und Fotografie. Tolle Werke mit viel Ausdruckskraft.

Vor ein paar Jahren habe ich Norbert kennen gelernt. Wo wohl? An einer Weindegustation. Er präsentierte eine seiner genialen Erfindungen: Die Kugel, die den Wein zum Schweben bringt. Der Künstler sympathisch, die Erfindung wahre Kunst - schön, geistreich, einzigartig ... und erst noch einen Bezug zum Alltag. Ich konnte nicht widerstehen und erstand einen "Staudacher". Das Kunstwerk ziert seit dem Tag unser Wohnzimmer und wir freuen uns daran.

Solche Ideen sollten kein Geheimtipp bleiben. Nein, das Gute soll man mit Freunden teilen.

Ich nahm einige der Kunstwerke bei Bona aestimare auf und mache gerne auf diese praktischen, schönen und nützlichen Kunstwerke aufmerksam. Ganz ehrlich - das ist Kunst. Wahre Kunst, und Kunst, die in jedes Haus mit Sinn für guten Geschmack gehört.

Die fantastischen Weinständer gibt es als Tisch- und Standmodell und in verschiedenen Ausführungen und Kombinationen - einfach geniale Kunst. Das unwiderstehliche Angebot sollten Sie ansehen:

Weinständer von Norbert Staudacher

Es ist ja so. Wenn sich ein Künstler noch des schönen Lebens erfreut, spricht man nur vom Künstler. Kennen Sie den Künstler persönlich? Haben Sie mit dem Künstler gesprochen? Wenn er dann nicht mehr unter uns ist sagt man plötzlich haben Sie auch einen "Staudacher"? Ja ja, wir haben auch einen "Staudacher".

Also, meinen lieben Freund Norbert habe ich letzte Woche an seiner Vernissage in St. Gallen getroffen. Norbert ist fröhlich, gesund, kreativ - wir haben angestossen miteinander. Sehr zum Wohl! Ja, ich kenne den Staudacher und ich habe einen Weinständer des Künstlers bei mir zu Hause, an dem ich mich jeden Tag auf's Neue erfreue.

Norbert Staudacher zeigt bis am 28. Februar 2013 eine Ausstellung seiner neuesten Metallkreationen und Fotografiebilder in St. Gallen im Gewölbekeller der Vadian Bank.

Hingehen, ansehen, nachdenken ... und lebendige Kunst erleben!

Sonntag, 13. Januar 2013

Nein - nicht nur für Deutsche und ältere Damen!

Kennen wir doch, die Tafel bei vielen Touristencafés 

Kännchen-Kaffee und Kuchen

Bogen drum machen, nichts wie weg ... oder doch nicht?

Da habe ich einmal eine neue Variante davon und dafür:

Merlot Dulce und Kuchen

Und da sage ich "Nichts wie hin".

Also, auf der Homepage von Swissmilk gibt es viele gute Rezepte und auch ein ganz tolles für einen Brombeer-Zimt-Cake - himmlisch. Nicht dass ich den selber gebacken hätte. Freunde, da kennt Ihr mich gut genug. Aber, probiert habe ich den schon selber. Und dazu einen passenden Dessertwein eingebracht - auch etwas Kreatives und auch himmlisch.

Bodegas Bordoy - Merlot Dulce 2009

Die Trauben wurden bis zur Überreife an der Rebe hängen gelassen. Tolle, konzentrierte Frucht, natürlicher Fruchtzucker. Durch eine schonende und kühle Gärung wird ein Gärungsstopp erreicht und der tolle Dessertwein bringt nur gerade 13.5° Alkohol und viel Geschmack.

Im Glas ein schönes, dunkles Rubinrot. Im Bouquet eine tolle warme Frucht, Noten von reifen Aepfeln mit Zimt, Brombeeren, etwas schwarze Kirschen, Mandeln. Im Gaumen eine tolle, finessenreiche Fruchtsüsse, viel Extrakt, harmonisch und ausgeglichen und was auch einen guten Süsswein ausmacht, eine leichte, stützende Säure.

Der Wein ist eine tolle Marriage mit diesem Kuchen, lässt sich jedoch auch gut mit Pfannkuchen mit Vanilleeis, vielen anderen Desserts oder einem milden Käse kombinieren. Dieser Dulce ist einmalig in seiner Art. 18 / 20 BAP. Dass diese Weinspezialität an der Weinausstellung in Sevilla eine Silbermedaille gewonnen hat, erstaunt nicht.

Der kleine Wermutstropfen: dies ist eine Kleinstproduktion von weniger als eintausend 5dl Flaschen - dies war die Flasche Nr. 301. Und es gibt nur noch ein paar Dutzend dieser herrlichen Merlot-Offenbarung - erhältlich bei Bona aestimare oder der Online-Vinothek.

Freitag, 11. Januar 2013

Was heisst hier "Petit" Verdot? Eigentlich sollte es doch eher "Grand" Verdot heissen


Zuerst ein paar Worte zu einer grossartigen Rebsorte - meiner Meinung nach doch etwas zu unrecht "Petit" genannt. Wer kennt das Gefühl, so von wegen kleiner Bruder - kleine Schwester? Dabei hätte man doch so viel zu sagen und zu bedeuten - genau!

Nicht sehr bekannt - leider. Und fast zu selten in grossen Bordeaux Weinen verwendet. Petit Verdot finden wir in einigen Bordeaux als Zugabe zu Cabernet Sauvignon und Merlot. Die kleinen, dickschaligen Trauben reifen spät und bringen viel Farbe und Tannin in einen Wein - und eben auch Würze und Geschmack! Da erlebe ich immer wieder, dass gerade grosse Bordeaux Weine, welche mit Petit Verdot komponiert werden, einfach toll und charaktervoll sind - ein kulinarisches Gedicht.

Ganz selten wird Petit Verdot reinsortig angebaut. Aber wenn doch, kann das schöne Überraschungen bringen.

Überraschung ja, und traurig zugleich - die letzte Flasche Petit Verdot 1999 aus meinem Keller. Ich weine eine Freudenträne und trauere zugleich. Vom Petit Verdot Pirramimma 1999 aus dem australischen Mc Laren Vale hatte ich über die Jahre immer wieder eine Flasche genossen. Und heute ... fertig, aus, Ende der Show. Ein grossartiges Finale nach gut dreizehn Jahren. Applaus!

Im Glas immer noch ein dichtes, dunkles Rubinrot. Zwar leicht hellere Ränder - aber Chappeau - sehr gut erhalten, jugendlich. Das Bouquet öffnet sich - und bringt eine breite Palette von angenehmen Düften und Erinnerungen. Warme Noten, reife Brombeeren, ein Spaziergang in einem schönen Herbstwald mit raschelndem Laub und Sonnenschein, etwas Tabaknoten. Im Gaumen zeigt der Pirramimma zwar Reife - jedoch auf eine sehr angenehme Art. Die Gerbstoffe sind ganz weich und sanft. Viel Frucht, Brombeeren jedoch auch rotbackige Äpfel, etwas schwarzer Pfeffer, viel Fruchtsüsse, Mahagoni-Noten. Ausgewogen und harmonisch mit langem Nachhall. Toll - und immer wieder die Erkenntnis, dass gut gereifte Weine einfach Freude machen. 18 / 20 BAP.

Sonntag, 6. Januar 2013

Der heilige Urban meint es gut mit uns.

Auf dem Etikett lese ich Monte San Urbano. Und was hat uns der heilige Urban da wohl mit auf den Lebensweg gegeben?

Also, vorab. Ich bin kein Freund von Kultweinen. Ich bin kein Liebhaber von Modeweinen. Überhaupt - dieses ewige trendige-heute-ist-das-modern-und-gut Getue! Und dann bekomme ich über-alkoholisierte und über-extrahierte Weine ins Glas, die mehr nach Marmelade als nach Wein schmecken. Und weil der Wein zuviel Zucker und damit zu viel Alkohol hat mischt man die notwenige Säure gleich mit. Nein danke - brauche ich nicht. Ohne Worte - senza parole.

Letzten Sommer habe ich die Amarone Präsentation in Zürich besucht und über zwanzig Amarone verkostet. Viel Frucht, viel, viel zu viel Alkohol. Und noch wenig harmonische, schöne Weine.

Aber eben, Freunde, Geduld ...

Ich habe heute die letzte Flasche Amarone della Valpolicella Classico von Speri aus dem Keller geholt. Und und es war der Jahrgang 1991 - sagenhafte ein-und-zwanzig Jahre alt.

In der Farbe zeigt sich Reife, ein klares, immer noch leuchtendes Ziegelrot. Auch im Bouquet reife Noten. Aromen von Wärme, Heu und Stroh, Eukalyptus, Fruchtsüsse, exotische Gewürze. Im Gaumen dicht und voll. Viel Fruchtsüsse, Frucht, fein und elegant, recht weich und sehr angenehm. Eine Entdeckung, dass Amarone nach so vielen Jahren so viel Freude machen kann. Ein sinnliches Genusserlebnis - 18 / 20 BAP.

Dem heiligen Urban sei Dank - nicht nur. Zwei Flaschen dieses herrlichen Elixiers habe ich von Madeleine geschenkt erhalten - Dank, einfach herzlich Dank dafür. Und ich hoffe, das kann ich doch auch wieder einmal mit einem feinen Tropfen gut machen.

Samstag, 5. Januar 2013

Oh - Garrafeira!

Ein Loblied auf die Unbekannten.

Weder ist das das portugiesische Weinbaugebiet Dao bei uns sehr bekannt, noch die Spitzenweine mit dem Prädikat "Garrafeira". Garrafeira ist die Bezeichnung für die Spitzenqualität eines Jahrgangs mit mindestens zweieinhalb Jahre Flaschenreife und einem Jahr Flaschenreife.

Kaum bekannt bei uns - schade, einfach sehr schade.

Ich habe im letzten Juni die Region Dao, eines der ältesten DOC Weinbaugebiete Portugals besucht. Da treffen Mittelalter mit-den-Füssen-Trauben-stampfen-Betonbecken-und-Betontanks und modernste Kellereien aufeinander. Da finden wir Tradition, dichte, gute Weine.

Und zugleich: unbekannt - und was unbekannt ist, gibt es erst einmal zu entdecken.

Gestern im Glas: Quinta do Corunjao - Garrafeira 2005. Der Weinmacher Antonio Batista erzeugt aus den autochthonen Traubensorten Touriga Nacional und Alfrocheiro ein Genusserlebnis. Nach sieben Jahren dichtes Purpurrot. Im Bouquet offen, zwar Reife anzeigend jedoch interessant und vielschichtig. Terroirnoten, erdig, etwas Leder, Brombeeren, Wärme. Im Gaumen samtig weich mit viel Frucht und einer harmonischen Fruchtsüsse. Ausgeglichen mit weichen, gut eingebundenen Tanninen. Toll, was guter Wein in schöner Reife ins Glas bringt. Mit 13.5° ist der Garrafeira schön ausgeglichen, was Kraft und Eleganz anbelangt. Langer Abgang - das macht Freude. 17.5 / 20 BAP. Genuss - einfach Genuss!

Da singe ich einfach das Loblied: Oh Garrafeira!

Freitag, 4. Januar 2013

Il Cocco - Bio aus Leidenschaft

Besuch der Podere Il Cocco - Brunello di Montalcino

Giacomo Bindi habe ich vor ein paar Jahren in Zürich an einer Produzentenveranstaltung kennen gelernt - sympathisch, engagiert und hat mit seinen Weinen einen guten, bleibenden Eindruck hinterlassen. So bleibend, dass ich beschloss, ihn im September 2012 vor Ort zu besuchen.




Die Podere Il Cocco liegt etwas ausserhalb von Montalcino auf einem der höchsten Lagen des Montalcino etwa 600 Meter über Meer. Das Weingut ist seit ein paar Generationen in Familienbesitz und Giacomo hat heute die Leitung. Er baut konsequent biologisch an. Auf zweieinhalb Hektaren produziert er rund 10'000 Flaschen Wein. Der Rebberg ist mit 95 % Sangiovese bestückt, ergänzt mit etwas Cabernet Sauvignon und Colorino. Das Terroir ist etwa 70 % Lehmboden mit 15 % Sandanteil und 15 % Kalkstein. Im Keller verwendet er möglichst wenig Schwefel, um die Verträglichkeit der Weine zu erhöhen.

Von seinem Schaumwein - Buongiorno Rosé 2011 - macht er gerade einmal 500 Flaschen. Helles Lachsrot, mildes Bouquet von Erdbeeren und Heunoten, Frische, sehr harmonisch im Gaumen mit wenig Säure. Originell - preislich mit EUR 12 vor Ort doch etwas anspruchsvoll.

Interessant wird es bei Giacomo's IGT Wein - Il Brunato. Der 2010er ist fast ausverkauft. Tolle Frucht und der Decanter gibt 3 von 5 Sternen und eine Bronzemedaille. Wir probieren das 2011er Fassmuster. Da kommt kommt Musik ins Glas! Mit 13.4° Alkohol mittleres Gehalt und der neue Jahrgang wir bio-zertifiziert sein. Eine Kleinproduktion von 4500 Flaschen aus 90 % Sangiovese, 9 % Cabernet Sauvignon und 1 % Colorino. Der Brunato wird im 500 Liter Holzfass während 4 Monaten ausgebaut.

Da zeigt sich ein klares, strahlendes Purpurrot. Im Bouquet herrlich dichte Aromen von schwarzen Kirschen, Plaumen aber auch Kaminrauchnoten und Räucherspeck - toll und vielschichtig. Im Glas viel Frucht, Cassis, Kräuter. Der junge Wein präsentiert sich recht weich, harmonisch mit floralen Noten und einer angenehmen Fruchtsüsse. Das macht Freude - 16 - 16.5 / 20 BAP. Den würde ich doch gerne nachverkosten und in die Schweiz bringen. Das wäre wahrscheinlich ein schöner Preis-Leistungswein in Bio-Qualität.

Rosso di Montalcino 2009 - rund 3000 Flaschen mit Fassreifung und 13.9°. Ein schöner Rosso mit dichtem Purpurrot. Auch hier viel Frucht, dicht und vollmundig 17 / 20 BAP.

Brunello di Montalcino 2007 - ein schöner Brunello mit dreieinhalb Jahre Fassausbau.

Die Entdeckung für mich - der Brunato als überdurchschnittlicher Alltagswein. Ich werde das Weingut im Auge behalten.

Dienstag, 1. Januar 2013

Hugh Johnson gibt den Schweizern ein Rätsel auf

Der sympatische Roberto Droandi
Der Weinpapst Hugh Johnson erweist Mannucci Droandi seit vielen Jahren Referenz im meistverkauften Weinführer der Welt als einen der Top Produzenten von Chianti Classico Weinen.


Und trotzdem ist er in der Schweiz bisher nur wenigen Weinliebhabern bekannt und nur bei Bona aestimare zu finden. Bona aestimare vertritt Mannucci Droandi seit ein paar Jahren. Kennen gelernt habe ich diesen interessanten Produzenten 2009, ihn anschliessend besucht und ganz tolle Charakterweine kennen gelernt.

Besuch im September 2012 zusammen mit Freunden und Kunden von Mannucci Droandi. Der Besitzer und biologische Winzer Roberto Droandi empfängt uns in Caposelvi auf Campolucci, dem Familiensitz. Sein Super Tuscan Campolucci trägt ebenfalls den Namen des Gutshauses, das mehrere Kilometer ausserhalb des Dorfzentrums mitten in der Natur liegt.

 


Wir besichtigen den wohl kleinsten und engsten Barrique Keller der Toscana. Wie es Roberto schafft, die schweren Holzfässer da herein zu bringen und auch wieder unbeschadet heraus zu holen, darüber könnte man Rätseln. Roberto vinifiziert mit Zweitjahresfässern, welche er von guten Produzenten sorgfältig aussucht und die Barriques dann noch zwei bis drei Mal einsetzt.

Ein Teil der Rebberge liegt um das Gutshaus bei Mercatale Valdarno. Da baut er seine Spezialitäten, den tollen Colli Aretini und den Campolucci an. Innerhalb des Chianti Classico Gebiets liegt der Rebberg "Ceppeto" an südlich ausgerichteter Steillage.

Wir fahren für die Degustation der verschiedenen neuen Jahrgänge ins Restaurant Osteria Cassia Vetus in Loro Ciuffena. Von einem früheren Besuch kennen wir das hervorragende Restaurant mit einer schönen Gartenterasse - fantastisch bei schönem Wetter, draussen zu sitzen. Da kommt Genussstimmung auf.Allein für die Degustation braucht es Konzentration.




Rossinello - Toscana IGT 2011 - Toller Rosé aus 95 % Sangiovese und 5 % Canaiolo - 13°. Der Roséwein zeigt sich in einem klaren Himbeerrot mit Noten von reifen Äpfeln, Erdbeeren, Kräutern. Tolle Struktur mit vollmundigem Aroma. Zu geniessen wie ein kühler Rotwein. 15 / 20 BAP. Verfügbar hier.

Colli Aretini 2009 - 13.5° - Wie immer ein toller schon-fast-mehr-als-Alltagswein. Dunkles Purpur, junge Farbe. Hibiskusblüten, rote Beeren, warme Noten, Heu, Himbeeren und Kräuternoten. Biss mit präsenten Tanninen, viel Frucht und eine stützende Säure. Da können sich die Colli Fans freuen. 16 / 20 BAP.

Ceppeto - Chianti Classico 2009 - 14° - Dunkles, dichtes Purpurrot. Wie immer toll im Boquet, vielschichtig mit warmen Gewürznoten, Süssholz, Lakritzenoten, schwarze reife Beeren. Toll im Gaumen, langer Abgang. Wird wieder viel Freude bereiten. 17 - 17.5 / 20 BAP.

Ceppeto - Chianti Classico - Riserva 2008 - 14.5° - Auch hier wieder grossartiges Tun von Roberto im Rebberg und Keller. Dichtes, junges Purpur mit violetten Reflexen. Im Bouquet schön und vielschichtig, wie wir diese herrlichen Riserva kennen. Vollmundig mit viel Fruchtextrakt bringt der Wein viel Kraft und mit genügend Luft auch Eleganz. 18 / 20 BAP. 

Barsaglina 2008 - 13° - Eine von Roberto's Spezialitäten im Kleinausbau von wenigen Hundert Flaschen. Dunkles Purpurrot mit Kirchenfenstern. Schönes, breites Bouquet mit Zedernholz, Muskatnuss, Beerennoten. Rotbeerig im Gaumen, schwarze Kirschen, Pfefferwürze. 16 - 16.5 / 20 BAP.

Foglia Tonda 2009 - 14° - Kleinproduktion von rund tausend Flaschen - und eine grosse Freude. Ganz dichtes Purpur. Im Bouquet vielschichtig, wuchtig. Da kommt ein grosser Wein auf uns zu. Fruchtsüsse, Süssholz, Plaumen mit Zimt, Weihnachtsgewürze, Rosmarin. Viel Wärme auch im Gaumen, vollmundig mit langem Abgang. 17.5 - 18 / BAP. 

Pugnitello 2009 - 14° - Die dritte Spezialität aus dem Bunde mit rund tausend Flaschen mit grossartigem Auftritt in einem dichten Purpurrot und fast schwarzem Kern. Viel Wärme, schwarze Kirschen, Pflaumen, schwarzer Pfeffer, enorm schöne Fruchtsüsse, Dörrfrüchte und exotische Gewürze. 18 / 20 BAP.

Campolucci 2007 - 14.5° - Ein Super Tuscan mit der bescheidenen Aufschrift Toscana IGT. Je 40% Cabernet Sauvignon und Merlot und 20% Syrah bringen ein Kraftpaket ins Glas. Tolles dunkles Purpurrot mit violet-schwarzen Reflexen. Wow - ein Schnupper-Wein! Will heissen, da könnte man sehr lange nur schnuppern und Düfte entdecken. Fruchtsüsse, Herbstlaub, Sonne, Brombeeren, exotische Gewürze. Im Gaumen wiederum Fruchtsüsse, Brombeeren und etwas Pfeffernoten, Feigen, Backpflaumen und wiederum Weihnachtsgewürze. Dicht und vollmundig mit langem Abgang. 18 / 20 BAP.

Vinsanto Ceppeto 2005 - 17.5° - Tolle und rare Spezialität. Bernsteinfarbig, Cognac, schön, klar. Tolles Bouquet mit Orangenblüten, floralen Noten, etwas Marzipan, Mandeln. Der Vinsanto bringt eine tolle Aromatik wo sich Süsse und stützende Säure die Balance halten. Fünf Jahre Fassausbau bringen einen tollen Süsswein hervor. Hei, da feiere ich doch gerne Weihnachten mitten im Sommer. Noch ganz wenige Flaschen erhältlich - hier.


Fazit - ein engagierter Winzer weiterhin auf Top Niveau. Complimenti - Roberto bringt weiterhin einfach ganz tolle Weine mit Charakter ins Glas. Die Qualität kennen wir seit Jahren und empfehlen sie. Bio? Was soll ich sagen? Aus eigener Erfahrung - einfach super gut und äusserst verträglich. Ein Genuss jetzt und mit enormen Lagerpotenzial.

Zur Zeit verfügbar sind: Rossinello 2011, Colli Aretini 2008, Ceppeto 2008, Ceppeto Riserva 2006, Campolucci 2006, Vinsanto 2005    hier

Montag, 31. Dezember 2012

Wenn an Silvester schon der Herbst kommt ...

... ist das unter gewissen Umständen sehr angenehm.

Wir sprechen hier vom tollen Pinot Noir AOC Schiterberg 2009 von Holger Herbst.

Das hat mit Zürcher Landwein wenig gemein. Da steckt ein ganz toller Pinot Noir mit teilweisem Barrique-Ausbau in der Flasche und der Jahrgang 2009 ist hervorragend gelungen.

Schönes glänzendes Rubinrot, in der Nase reife Himbeeren, leichte Röstnoten, rote Beeren, Fruchtsüsse. Im Gaumen eine tolle Pinot Aromatik, vollmundig, elegante Fruchtsüsse mit einer frischen Säure, gute Struktur mit mittlerem Abgang. Mir macht dieser 2009er Pinot immer wieder grosse Freude. Schön zu geniessen und noch einige Jahre Potenzial. 17 / 20 BAP.

Wir haben Holger Herbst vor einigen Jahren kennen gelernt - Rebbauer aus Passion. Aus Leidenschaft pflegt er einen gepachteten Rebberg in der schönen, nach Süden ausgerichteten Steillage Schiterberg bei Andelfingen und beweist, was für tolle Weine man mit guter Rebbergpflege, kompromissloser Selektion und einer bewussten Reduktion erreichen kann. Mehr dazu unter Pinot Noir vom Schiterberg.

Urs Pircher vom Weingut Pircher in Eglisau, einer der grossen Namen in der Schweizer Weinszene und bekannt für seine tollen Weine, baut für Holger den Schiterberg aus. Da kommt das Resultat einer erfreulichen Zusammenarbeit in die Flasche und ins Glas.

Der hervorragende 2009er ist längst ausverkauft. Vom 2010er gibt es leider seit kurzem auch keine Flaschen mehr.

Aber ... wenn Silvester längst vorbei ist, kommt im Frühjahr der 2011er auf den Markt. Das wird wieder ein ganz toller Jahrgang. Und in dieser Preislage - ganz hervorragender Genuss.

Und da freue ich mich doch, wenn der Herbst schon im Frühling kommt!

Samstag, 29. Dezember 2012

Die besten Wünsche zum Neuen Jahr - Prosit!

Liebe Wein x Freunde

Ein Jahr neigt sich dem Ende zu und ein Neues kündigt sich an.

Wir möchten allen Wein x Freunden und Wein&Freunden herzlich danken für alles Gute, die Unterstützung, viele schöne gemeinsame Erlebnisse und kulninarische Begegnungen im Jahr 2012.



Für das neue Jahr wünschen wir von Herzen alles Gute, Gesundheit, Freude Lebensglück - und natürlich auch wieder Feines auf dem Tisch und im Glas - Prosit!

Herzlich Eure Andreas und Brigitte Peter

K L U G - Wein geniessen

Noch ein Wort zur Verträglichkeit.

Bei einem schlechten Wein merkt man schon bei der Degustation, dass er nicht gut ist. Und was nicht gut ist, kann kaum gut tun - Punkt. Zu hohe Säure, Kratzen im Gaumen, Kribbeln im Magen, unklarer Kopf. Da wäre es unklug, diesen auch zu Trinken.

Bei einem "guten" Wein ist es schon anspruchsvoller. Die Bewertung kann gut sein und er sollte so schmecken, dass man davon mehr als ein Glas kosten will. Und wenn man das tut, sollen die Folgen auch gut sein.

Will heissen - ich fühle mich bei der Verkostung, nach der Verkostung und auch am nächsten Morgen einfach gut, frisch und klar in

K opf
L eber
u nd
G enerell


Nur so macht Weingenuss auch Freude. Und nur Weine landen bei uns im Angebot, welche gut und verträglich sind - KLuG alles klar!

Da stehen wir mit persönlicher Qualitätskontrolle dahinter.

Rosen haben manchmal Stacheln ...

... oder warum es manche Weine doch  nicht  in die Selektion von Bona aestimare schaffen.

Zwei Dinge habe ich doch wieder gelernt.

Als unbestechlicher Weintester prüfe ich alle Weine für die Selektion von Bona aestimare normalerweise über mehrere Tage. Ich schaue, wie sie sich entwickeln und halten. Ich beobachte, wie verträglich die Weine sind.

Keine Labor-Mäuse helfen dabei - einfach durch Selbstversuch des Probierens und Nachspüren. Und erst dann gebe ich ein endgültiges Urteil ab.

Das heisst auch, dass ich normalerweise eine Bewertung erst am Tag nach dem ersten Genuss abgebe.

Ich bitte um Entschuldigung für den schnellen Eintrag über den Rosso Piceno Il Cardinale 2005. Am Wein und den beschriebenen Eigenschaften gibt es an sich kaum etwas zu ändern und schon gar nichts zu meckern.

Aber ... und hier kommt das wichtige "Aber"

Die Verträglichkeit an sich fliesst bei einem guten Wein erst nicht direkt in eine Bewertung ein. Bei einem schlechten schon, weil er sich selbst schon so zeigt. Die Verträglichkeit ist jedoch ein enorm wichtiges Kriterium.

Und bei der Verträglichkeit bekommt der Rosso Piceno nur 3 von 5 möglichen Punkten.Und damit würde er den Beauty-Contest für die Selektion nicht schaffen. Sorry, geht nicht.

Nur Weine, welche eine gute Punktzahl und eine hohe Verträglichkeit haben kommen bei mir eine Stufe weiter und in die enge Auswahl für eine mögliche Selektion. Denn für die Weine, welche wir schlussendlich anbieten gibt es eine klare Auswahl - nur das Beste ist gut genug.

Freitag, 28. Dezember 2012

Geduld bringt angeblich Rosen ... und manchmal Rosso


Vor geraumer Zeit habe ich an der Präsentation von über zwanzig Produzenten aus der Marche in Zürich teilgenommen.


Um ganz ehrlich zu sein: wenig hatte mich damals wirklich beeindruckt. Von den vielen Produzenten im Saal sind mir nur etwa drei aufgefallen, welche ich interessant gefunden habe.

Da stellt man sich das Leben des Wein-Degustanten immer so wunderbar vor. Kein Gedanke, kein Wort darüber, dass sich der arme Kerl erst einmal durch fünfzig - ja, ich sage fünfzig - Weine durchkämpfen muss. Duchkämpfen heisst, unterdurchschnittliche und im besten Fall durchschnittliche Tropfen, die der Degustant lieber spucken als schlürfen möchte und natürlich freiwillig auch tut. Toller Job   :-(

Natürlich gibt es dann an jeder Degustation immer wieder einmal eine schöne Entdeckung  :-)

Das Weingut Costadoro war eines davon und der Rosso Piceno "Il Cardinale" 2005 einer der guten Weine, die mich damals beeindruckt hatten. Je 50 %  Montepulciano und Sangiovese mit etwa zwölf Monaten Reife im grossen Holzfass.

Ich hatte von der Kellerei einige Weine zur Nachverkostung erhalten. Die Weissen waren gut - aber nicht so gut, dass ich darüber schreiben wollte. Die ersten Roten - die Basisweine des Guts - waren an sich tadellos. Aber eben - genügt denn tadellos für einen kulinarischen Freudenschrei?

So habe ich dann mit etwas Skepsis die zu verkostende Musterflasche des Rosso Piceno "Il Cardinale" 2005 mutig auf die Agenda frei nach dem Motto "Arbeit-macht-möglicherweise-Spass" genommen.

Und für einmal bestätigt sich, dass Arbeit auch Spass machen kannn. Der Rosso mit tiefem Purpurrot und fast schwarzem Kern im Glas - und das nach sieben Jahren. Keine Falten, keine Runzeln! Etwas Luft tut ihm gut. Das schöne, vielschichtige Bouquet entfaltet sich. Toll, was sich da entwickelt. Dichtes Fruchtextrakt, Terroir, schwarze Kirschen, Pflaumen mit Zimtwürze, schönes trockenes Unterholz, Tabak, Herbstwärme. Im Gaumen wiederum die junge Frucht, präsentes Holz gut eingebunden. Die Tannine noch frisch, kernig - schön, ein schönes Stück Fleisch zu bändigen. Viel Fruchtsüsse und langer Abgang. Ja, da ist ein toller Wein im Glas, der noch manches Jahr Reserve hat. 17.5 / 20 BAP. Es wäre doch schön, wenn es vom 2005er noch gäbe.

Liebe Weinfreunde - Geduld bringt Rosso. Guten Rosso, sehr guten Rosso sogar! 


... unbedingt noch lesen ... die Nachlese zum Rosso ... hier