Dienstag, 21. April 2015

Weine aus dem Morgenland - Libanon am Weinpalaver im Caffètino Vino am Donnerstag, 23. April 2015

Weinbau gehört zu einem alten Kulturgut im nahen Osten. Seit über zweitausend Jahren werden hier Reben angebaut.

Im Libanon mit seinem mediterranen Klima und hohen Lagen werden hier sehr gute und einige ganz tolle Weine von grossem Format produziert.
Château Musar zählt zu den fünzig besten Weinen der Welt mit einem enormen Lagerpotenzial.

Am Weinpalaver im Caffètino Vino in Richterswil probieren wir am Donnerstag, 23. April ab 18.30 h einige dieser orientalischen Weine. Dazu ein paar Häppchen aus der Küche des Caffètino Vino. Anmelden und dabei sein:

Anmeldung Caffètino - ich freue mich auf eine gemütliche Weinrunde.

Und einen kleinen Tropfen des Château Musar wird es auch geben. Versprochen!

Dienstag, 17. März 2015

Von Beat Caduff gelernt ... nachahmenswert!

Freunde, für einmal will ich nicht über Wein schreiben. Nein. Aber über Genuss!

Und was man von Spitzenköchen lernen kann.

Kürzlich war ich von der führenden Weinagentur Mettler Vaterlaus an eine Weinveranstaltung in Caduff's Weinloft eingeladen. Die Weinpräsentation war, wie zu erwarten, professionell organisiert und in der Weinloft in Zürich in einem angenehmen Ambiente gestaltet.

Beat Caduff, Zürcher Gastronom und bekannter Spitzenkoch, bereitete die Häppchen für die Degustation und das gelungene Mittagsmenü zur Weinpräsentation. Gratulation - alles ganz gut - ein Genuss.

Bei den Häppchen zur Degustation besonders aufgefallen: die enorm leckeren Bruschetti, ganz grossartig, unglaublich viel Geschmack. Beat Caduff hat über der Theke das Geheimnis verraten.

Olivenöl. Ja, schon gut. Gutes Olivenöl, natürlich! Was denn sonst?

Aber woher dieser unglaublich tolle Geschmack? Beat verrät: Nimm das gute Olivenöl und lasse es mit den gewünschten Zutaten ein paar Stunden bei etwa 60° im Ofen ziehen.

Ich habe das schon einmal ausprobiert ... und heute wieder. Ein Wintertag, etwas Zeit für Genuss - ab in die Küche!

Ich bereite die Zutaten für die Olivenöl-Kreationen: ein gutes Bio-Olivenöl, frische Zitronen, Rosmarin, Knoblauch. Alles zubereitet und ab in den Backofen bei 60° für ein paar Stunden.

Dann abkühlen lassen und ab in die kleinen Flaschen.

In den Platten bleibt etwas Öl mit dem Extrakt übrig. Ein kleines Stückchen Brot, probieren. Einfach herrlich. Enorm guter Geschmack. Durchaus nachahmenswert!

Dienstag, 3. März 2015

Da muss das ganz grosse Glas her!


Eucaliptus - Ville Rustiche 2011 - Bolgheri Superiore DOC

Ganz grosser Wein! Der Ville Rustiche 2010 hat von Gambero Rosso 2 Bicchieri erhalten und war Endausscheidungskandidat für das dritte Glas. Das Kompliment "Bester in seiner Klasse", sicher mehr alsverdient. Dass Veronelli dem weltberühmten Ornellaia 2010 drei Sterne und 94 Punkte gegeben hat ist sicher richtig.

Dass Dario di Vaira, der sympathische Besitzer und Oenologe von Eucaliptus mit seinem Ville Rustiche 2010 auch drei Sterne erhalten hat und 93 Punkte, bringt ihn auf absolutes Top-Klasse-Niveau. Ist er auch!

Die Kleinproduktion von gerade einmal 4000 Flaschen verdient Beachtung. Die Assemblage aus 50 % Cabernet Sauvignon, 40 % Merlot und 10 % Petit Verdot wird während 12 Monaten in französischen Barriques ausgebaut.

In der Farbe tiefes Purpurrot mit fast schwarzem Kern. Das Bouquet überwältigend, kraftvoll. Der Wein muss in der Jugend mit einer Karaffe und einigen Stunden Luft gebändigt werden. Das normale Bordeaux-Glas mag ihm nicht gerecht werden - das ganz grosse Glas muss her. Nomen est Omen - der grossartige Wein zeigt tatsächlich Noten von Eucalyptus und Teebaumöl. Die balsamischen Noten werden ergänzt von Minze, Salbei, Kräutern, Thymian, Teakholz, Magagoni, Tabak. Viel dunkle Beeren, schwarze Kirschen, Cassis, Süssholz. Da mag man getrost immer wieder riechen, den Duft geniessen. Im Gaumen ist der Wein enorm dicht, bringt viel Würze, wiederum balsamisches Extrakt und Beerenfrucht. Ganz lang im Abgang. 19+ / 20 BAP und am Anfang der Trinkreife mit Potenzial bis 2027.

Bona aestimare hat den Produzenten entdeckt und in die Schweiz gebracht. Es lohnt sich, ein paar Flaschen einzulagern.

Montag, 2. März 2015

Nebbiolo und ein spannendes Experiment!

Weinpalaver im Caffètino Vino - und wie! Es gab viel zu palavern.

Also eigentlich gleich zweifach ein Experiment - eine Vertikale und erst noch blind. Vier Mal Langhe Nebbiolo von Fratelli Grasso. Wir probieren blind die Jahrgänge 2008, 2009, 2010 und 2011. Und darüber hinaus den Jahrgang 2010 aus dem gleichen Lot aus der Magnum Flasche. Schmeckt man die Jahrgangsunterschiede? Und macht es einen Unterschied, ob der Wein in der normalen oder der Magnum Flasche reift?

Vorab - alle Weine sind gut und gefallen. Ja, die Jahrgangsunterschiede sind wahrnehmbar - einmal etwas dichter, einmal etwas leichter. Und spannend, wie sich die Weine mit der Luft innert ein paar Stunden verändern, alle zum Guten. Es lohnt sich immer wieder, gute und gehaltvolle Weine früh zu öffnen und zu dekantieren.


Blind kommen die Jahrgänge in der Reihenfolge 2008, 2010, 2011, 2009 und mögen auch in dieser Reihenfolge . Der 2009er mag manchem Barbaresco die Stange halten und überzeugt mit 17.5 / 20 BAP. Die Magnum 2010 kommt dichter, vollmundiger ins Glas. Ja, es lohnt sich, Magnum Flaschen für die lange Haltbarkeit zu lagern.

Zum Abschluss von Fratelli Grasso den Barbaresco Bricco Spessa 2004. Grossartige 18.5 / 20 BAP am Anfang der Trinkreife mit viel Potenzial.

Interessant, gerade in der gleichen Woche zwei Beiträge zu Fratelli Grasso mit dem Barbaresco Bricco Spessa 2004 im Glas. Die guten und differenzierten Degustationsnotizen dazu hier bei:    vvwine     und   Panamera's Weinblog

Sonntag, 22. Februar 2015

Eine "weisse Perle" aus dem weltberühmten Bolgheri

Da capo: Daria di Vaira, ein Nachbar des Weinguts Ornellaia, zeigt was er kann. Dario ist stolzer Besitzer des Weingut Eucaliptus im weltberühmten Bolgheri in der Toscana. Und trotz seiner Jugend ist er schon erfahren und und anerkannt. Veronelli - der bekannte Weinführer Italiens - zollt seinen Rotweinen mit der Höchstnote von 3 Sternen Respekt. Der Ville Rustiche wird dabei bis auf einen Punkt gleich benotet wie der Ornellaia. Auch der Gambero Rosso zeigt mit 2 Gläsern Hochachtung. Wer die Weine probiert hat, weiss - verdient, gut, hervorragend.

Auch Dario's Weisswein "Le Pinete" 2012 erhielt 2 Veronelli Sterne - Respekt. Im Jahre 2005 hat Dario die Vermentino Reben angepflanzt. Man merkt die Fülle und Kraft reifer Reben.

Heute im Glas aus der Kleinproduktion von Eucaliptus:

Vermentino "Le Pinete" 2013 - Bolgheri DOC

Schönes helles Goldgelb, Kirchenfenster. Der Wein will nach dem Öffnen etwas Luft, zeigt sich erst noch verhalten. Dann tut er sich auf und bringt eine breite Palette von südlichen Düften. Intensive, florale Noten, Zitrusfrüchte, auch südliche Kräuternoten - Lorbeer und Thymian, Heidekraut, mineralische Noten von Schieferstein. Im Gaumen eine enorm schöne Fülle, dicht. Der Wein zeigt sich gut strukturiert, vollmundig und zugleich mit einer angenehm rassigen Säure, die ihn frisch macht. Mundfüllend mit langem Nachhall. Im Geschmack auch wieder Zitrusnoten, ein Hauch Kräuter. Ein toller trockener Weisswein, trinkig - macht Lust auf Mehr. Ja, ich gönne mir noch ein Glas.

Einfach überzeugend gut - 17.5/20 BAP. Jetzt bis 2017.

Bona aestimare hat Eucaliptus in die Schweiz gebracht - Trouvaillen zum Entdecken!

Samstag, 21. Februar 2015

Eine "kleine Vertikale" am Weinpalaver im Caffètino Vino in Richterswil

Freunde, Wein geniessen ist einfach gut. Punkt.

Und ein wenig Probieren, Experimentieren, Vergleichen ... auch.

Am nächsten Weinpalaver im Caffètino Vino in Richterswil machen wir eine kleine Vertikale.

Eine was?

Also, wir vergleichen denselben Wein aus ein paar verschiedenen Jahrgängen. Ist der Wein unterschiedlich? Schmeckt er immer gleich? Spürt man die Jahrgangsunterschiede und die Reife? Schmeckt gar ein älterer Jahrgang jünger als der Jüngere?

Und dann noch eine spannende Frage: reift der Wein in den grossen Magnum Flaschen anders als in Normalflaschen?

Das Weinpalaver ist ein Treff von Weinliebhabern, die gerne Wein geniessen, sich darüber unterhalten ... eben palavern.

Wir probieren ein paar schöne Nebbiolo aus dem Langhe im Piemont. Und nebst der Vergleichsdegustation geniessen wir sicher noch einen reifen Barbaresco ... versprochen!

Wer noch einen der letzten Plätze reservieren will:  Anmeldung im CV

Es wird spannend ... und genussvoll. Ich freue mich jetzt schon.

Montag, 16. Februar 2015

Bedeutungslos gut!

Eine Kleinflasche Bordeaux. Mehrere hatte ich vor ein paar Jahren genossen. Die kleine 0.375 l Flasche ist lange unberührt im Keller gelegen und endlich wieder einmal auf den Tisch respektive ins Glas gekommen.

Einer dieser unbekannten Cru Bourgeois - einer von Vielen. Und Bordeaux überzeugt immer wieder:

Château Clément-Pichon 1998 - Haut Médoc

Im Glas ein schönes, dichtes Purpurrot, das wenig vom Alter verrrät. Im Bouquet erst verhalten, etwas verschlossen. Mit zwei Stunden Luft tut er sich auf und entwickelt enorm schöne Noten. Rote und schwarze Beeren, schwarze Schokolade, ein Hauch Kakao, schöne warme und süsse Gewürznoten, die an Weihnachtsgebäck erinnern. Im Gaumen zeigt er sich weich, am Anfang der Reife jedoch mit viel Frucht. Eine schöne, angenehme Fruchtsüsse. Auch hier wieder Gewürznoten, rund und harmonisch. Die Kleinflasche, die etwas schneller reift als eine Normalflasche, zeigt sich von der besten Seite. 17-17.5/18 BAP und jetzt auf dem Genuss-Höhepunkt.

Schade, dass ich nur noch ein Fläschchen davon habe. Einer dieser unbekannnten, bedeutungslosen Bordeaux ... aber gut. Sehr gut sogar!

Samstag, 14. Februar 2015

Wer sagt denn ...

... dass Weisswein unbedingt jung getrunken werden soll?!?

Natürlich gibt es die bedeutungslosen, wässerigen Weissweine. Die halten kaum ein paar Monate in der Flasche. Solche möchte ich allerdings auch nicht jung im Glas haben - nein danke.

Etwas anderes an diesem Wintertag - ein reifer Weisswein:

Domaine Verena Wyss - Les Perdreaux - Roussanne 2011

Im grossen Burgunderglas serviert, gelbgoldene Farbe, Tränen am Glas - schön. Im Bouquet ein vielschichtiges Aroma, Terroir - Lehmboden, mineralische Noten, Steinfrüchte, ein Hauch orientalischer Noten, exotische Früchte. Im Gaumen dicht, vollmundig, wiederum feine mineralische Noten, eine schöne Frische, erinnert an exotische Gewürze - Kardamon, feine Ingwernoten, etwas weisser Pfeffer, Steinfrucht - frische Pfirischnoten. Tolle Aromatik, er zeigt sich mit "warmen Noten" und trotzdem in einer Frische mit einer balancierenden Säure. 17.5-18/20 BAP. Jetzt geniessen bis 2017.

Dieser Weisswein wird aus alten Reben gewonnen, konzentriert, voll, harominisch. Ausgebaut im Stahltank und im 600 Liter Holzfass. Ein Weisswein, der auch in der kalten Jahreszeit viel Freude macht.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Ehre wem Ehre gebührt!

Heute bei mir zu Gast ein lieber Gast mit Jahrgang 1986.

Was liegt näher als wieder einmal einen 1986er zu öffnen?

Château Poujeaux 1986 - Moulis-en-Médoc - Grand Vin de Bordeaux

Château Poujeaux - bekannt, beliebt und immer wieder ein Genuss: der Kellermeister bringt es auf den Punkt:

"Château Poujeaux, c’est du soleil en bouteille" - Daniel Bercion - Maître de chai à Poujeaux depuis 1982

Im Glas ein schönes, strahlendes Rubinrot mit Purpur im Kern. Jugendlich in der Erscheinung. Im Bouquet warme Noten wie ein schöner Spätsommertag. Ein Hauch Orangenblüte, Caramel, Kakao, Rosen, Kräuter, schwarze Kirschen. Im Gaumen frisch mit einer feinen, eleganten Säure. Angenehm im Antrunk von mittlerer Statur. Viel Fruchtsüsse, Blutorangen, feine Tannine, Würze, Tabak, dezente Lakritzenoten. Ein toller Essenbegleiter und ein Genusserlebnis. Kein Hauch von Alter. Der hat noch einmal ein paar Jahre Potenzial. 18/20 BAP - jetzt bis 2018.

Dazu: Pouletbrust gefüllt mit hauseigenem Petersilie-Pesto, einer Scheibe Rauchspeck, geräuchtem schottischen Gourmet-Salz. Aussen auch ein Hauch geräuchtes Salz und eine Portion geräuchte Senfkörner - "Uncle Roy" lässt grüssen. 45 Minuten im Backofen bei etwa 120 Grad bringen ein zartes, feines Gericht mit tollen Geschmacksnoten auf den Teller.

Die feinen schottischen Produkte gibt es bei Anne McKenzie in Einsiedeln. Ich setze sie gerne gezielt beim Kochen ein.

Dienstag, 27. Januar 2015

Ein Ausflug nach Portugal - im Caffètino Vino Richterswil

Draussen Schnee - kalt, brrrrrh! Am Abend dunkel. Was jetzt?

Gemütlich ins Caffètino Vino in Richterswil gehen und ein wenig vom Süden träumen.

Das erste Weinpalaver ist angesagt am kommenden Donnerstag, 29. Januar 2015 um 18.30 h.

Wir machen eine kleine Genuss-Reise nach Portugal in die Weinregion Alentejo. Da entstehen aus vielen autochthonen Rebsorten ganz tolle Weine. Schon einmal von Alfrocheiro gehört? Schon einmal Trincadeira probiert. Wir degustieren diverse schöne Weine aus dem Alentejo - und geniessen ein paar Häppchen aus der Caffètino Küche.

Anmelden und dabei sein: Anmeldung Caffètino - ich freue mich auf eine gemütlich Weinrunde.

Samstag, 24. Januar 2015

Schon im Winter einen Hauch Sommer und Strand geniessen

Draussen ist es kalt - und grau - und Hochnebel mag das Gemüt trüben.

Muss nicht sein!

Zurück lehnen - eine schöne Musik mit Meeresrauschen laufen lassen ... und ein Glas Sauvignon Blanc, Chardonnay oder Pinot Noir von Kina Beach Vineyard einschenken.

Gemütlich sitzen und einfach vom Strand und der Sonne träumen - jawohl. Darf sein!

Die Weine von Kina Beach Vineyard gehören zu den besten Neuseelands. Wer sie kennt mag sie. Wer sie kennen lernen will hat jetzt eine gute Gelegenheit mit dem  Sonder-Gemüts-Aktionspaket.

Details zum Traumangebot von Bona aestimare hier: Wein-Traum Kina Beach

Montag, 19. Januar 2015

Januarloch?

Natürlich sprechen alle über das Januarloch, klar. So von wegen - weniger - weniger Wein?!

Der Grund, warum ich zur Zeit doch die eine oder andere Kleinflasche Bordeaux à 0.375 l geniesse ist allerdings nicht dem Phänomen Januarloch zuzuschreiben.

Kleinflaschen reifen bekanntlich schneller als Normalflaschen oder Magnum. Punkt. Und da einige der Kleinflaschen in meinem Keller lagern mache ich ab und zu den "Fitnesstest". Reif, vorüber oder gar noch nicht so weit?


Heute im Glas - ein kerniger Bordeaux aus St. Estèphe:

Château Tranquoy Lalande 1998 - Cru Bourgeois

Ein klares Purpurrot, noch jugendlich in der Erscheinung. Nach dem Öffnen ein verhaltenes Bouquet, das sich erst mit viel Luft von seiner guten Seite zeigen will. Der Wein zeigt eine Bordeaux-typische Nase. Cassis, Lakritze, schwarze Beeren. Auch im Gaumen anfänglich etwas streng, körnige Tannine. Erst mit dem Atmen kommt die weichere Seite zur Geltung. Wieder einmal zeigt sich, dass die Weine von St. Estèphe Zeit und Reife brauchen. An sich ein schöner Wein für den Alltag. Er mausert sich von den anfänglich enttäuschenen 15 BAP mit der Zeit auf 16 - 16.5/BAP. Ich denke, dass er noch weiter reifen darf. Das Potenzial ist da - vielleicht kommt er auf 17 Punkte? Ich bin gespannt.

Samstag, 17. Januar 2015

Da geht mir ein Licht auf!

Freunde - was habe ich doch für ein schönes Weihnachtsgeschenk erhalten!

Magnum einmal anders. Magnum gleich mehrfach genossen - toll.

Also - der erste Wein, für den das Weingut Castelfeder von Gambero Rosso die sagenhaften "Tre Bicchieri" erhalten hat war der Pinot Bianco Tecum 2010 in der Magnum-Flasche. Limited Edition! Da wurden weniger als Tausend Stück produziert. Bona aestimare hat sich ein paar davon gesichert.  Aber keine mehr da - leider.


Schon die Flasche eine Augenweide! Und der Inhalt? Auch ganz toll. Eine davon haben wir denn auch im Weinclub Ybrig am Gala-Abend genüsslich verkostet. 18/20 BAP - grosse Freude.

Die Flasche leer - was nun? Ich stelle Sie im Degustationslokal auf, weil sie einfach schön ist. Da bleibt sie, bis mich eine mir bekannte junge Dame fragt, ob sie diese haben kann. Na ja, klar doch, sage ich, aber in Ehren halten. Natürlich, sagt sie.

Und dann zu Weihnachten erhalte ich ein schön verpacktes Geschenk. Ziemlich gross. Was ist denn da drin? Halt, nicht schütteln! Auspacken - staunen.

Eine leere Magnum-Flasche Teccum?!?

Nein, keine Enttäuschung! Schön und originell: bei mir geht ein Licht auf - im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Magnum ist zurück im Degustationslokal. Noch schöner als vorher. Die Wein-Lampe gibt ein warmes Licht - und Freude. Ein edles Dekorationsstück - zur Nachahmung empfohlen.

Wer selber eine schöne Wein-Lampe haben möchte, vielleicht machen die Künstler auch ein solch schönes Unikat für Dich. Geht mit jeder schönen Flasche als Erinnerung. Höflich fragen :-)

Freitag, 16. Januar 2015

Für einmal will ich auch COOP sein!


... heisst der heutige Beitrag oder:  COOP's Geschenk an die Höngger

Kennen wir doch - Für mich und dich. Und jedes vierte Wochenende 20% auf alle Weine oder so.

Da kommt der neueste Streich des Grossverteilers: im Artikel des Tages Anzeiger vom 10. Januar 2015 lese ich:

Luxuswein vom Grossverteiler - in seiner neuen Filiale in Höngg verkauft Coop einen Wein für 1790 Franken pro Flasche.

Wie denn - was denn?

"Der Lieblingswein superreicher Chinesen heisst Lafite-Rothschild. Eine Flasche Lafite-Rothschild, Jahrgang 2010, kann man derzeit auch in Zürich-Höngg kaufen. Preis: 1790 Franken für 75 Zentiliter."

Aber hallo!

Da kann ich für einmal auch COOP spielen: wer wirklich an dem Wein interessiert ist, bekommt diesen bei Bona aestimare nicht nur jedes vierte Wochenende mit 20 % Rabatt auf den obigen Preis sondern jeden Tag - solange Vorrat - bis Ende März 2015.

Nicht für mich ... aber für Dich - solltest Du Dir diesen Wein leisten wollen. Man gönnt sich ja sonst Nichts!

Freitag, 9. Januar 2015

Die tollen Barbaresco Brüder!

Stimmt! Und zwar gleich in doppelter Hinsicht.

Die beiden Brüder Luigi und Alfredo von Fratelli Grasso produzieren ganz tolle Nebbiolo Weine und im Speziellen sind deren reife Barbaresco-Weine ein grosser Genuss. Die Brüder verstehen ihr Handwerk und bringen wirklich tolle Weine in die Flasche.

Ich habe mit Bona aestimare die hervorragenden Weine von Fratelli Grasso in die Schweiz gebracht. Der Barbaresco San Stunet 2007 zeigt sich in einer schönen Reife und kann zur Zeit noch im Offenausschank des Caffètino Vino in Richterswil genossen werden.

Weil der Wein so gut ist, ist der Jahrgang 2007 auch beinahe schon weg-genossen. Also habe ich den Jahrgang 2008 in die Degustation genommen. Auch der ist nicht ohne, ehrlich gesagt. Im Glas nebeneinander - zwei sehr schöne Weine.

Beide überzeugen voll in Qualität und Genuss. Der 2007er anfänglich fleischiger, stoffiger. Der 2008er mit mehr Frucht und eleganter. Die Entwicklung über die Zeit interessant. Mal zeigt der eine etwas mehr Tannin, dann wieder der andere. Beide schön in der Frucht und geschmeidigen ersten Reife. Von beiden immer wieder ein halbes Glas - beide immer verführerisch gut. Und auch immer wieder positiv erstaunlich: beide reifen Weine halten auch mit zwei Tagen Luft die Qualität - Chapeau!

Im Test nach zwei Tagen das Urteil der beiden Degustatoren: Zwei Mal toll! Zwei Mal 17.5-18/20 BAP mit nur kleinen Nuancen. Und bei beiden Degustatoren eine ganz leichte Präferenz für den 2008er.

Du kannst Dich freuen - er wird kommen. Bis dahin gibt es noch ein paar Flaschen des herrlichen 2007er San Stunet. Und falls wir über die kleinen und feinen Unterschiede jammern wollen, dann ist das Jammern auf sehr hohem Genuss-Niveau.

Montag, 5. Januar 2015

Der Wein vom Fluss - mit schönem Trinkfluss

Auf der Domaine Verena Wyss macht die gleichnamige Schweizer Winzerin seit über zwanzig Jahren ihre eigenen Weine in Gabian im Languedoc Roussillon. Heute im Glas:

La Tonga 2008 - IGP  Vin de Pays d'Oc

Diese Assemblage aus 60% Cabernet Sauvginon und 40% Petit Verdot bietet tollen Genuss. Die Weine der beiden Traubensorten werden separat ausgebaut, gekonnt im Barrique gekeltert. Der Name des biologisch angebauten Weins kommt aus der okzitanischen Sprache für den kleinen nahe gelegenen Fluss Le Thongue. Nomen est Omen: Der La Tonga bietet einen schönen Trinkfluss!

Die Farbe ein dunkles Purpurrot mit violetten und schwarzen Reflexen. Im Glas schöne Kirchenfenster. Im Bouquet zeigt sich ein Terrroirwein. Erdig, kräftig, Gewürz- und Kräuternoten, schwarze Beeren. Er braucht Luft. Gebt ihm eine Karaffe. Im Gaumen wieder ein dichtes Frucht-Extrakt, Kraft, die noch weiteres Potenzial anzeigt. Schwarze Beeren und Kirschen, Kräuter, Lakritze, Cassis. Ein toller Essensbegleiter. 17.5/20 BAP. Jetzt trinken bis 2017. So lange dürfte kaum mehr eine Flasche da sein.

Ich habe noch ein paar wenige Flaschen davon im Keller von Bona aestimare. Vielleicht gebe ich noch ein paar ab. Vielleicht.

Samstag, 3. Januar 2015

94 und noch so fit!

Freunde - der Jahrgang 1994 war im Bordeaux so..so..la..la. Also eher mittelmässig. Sicher kein Klassiker, sicher kein Langstreckeläufer. Bei Weinen, welche noch in Flaschen und Kellern lagern immer wieder die Frage: wie gut, wo stehen sie denn, schon vorbei?

Ein Discounter hat doch kürzlich in der Weihnachstaktion für einen Gruaud Larose geworben - ohne Jahrgang. Bei der Recherche sind im Angebot des Anbieters im Internet dann folgende Degustationsnotizen angezeigt worden: 20 Jahre alter Wein für Liebhaber von gereiftem Bordeaux, ziegelrot mit hellen Rändern (Alter klar erkennbar), leichte Portweinnote, Tannine merklich spürbar und eine deutliche Säure spürbar. Nicht unbedingt, wie ich mir einen guten Wein vorstelle. Und schon gar nicht für CHF 89.99! Nein. Gar nicht. Aber höchstwahrscheinlich 1994.


Ich habe noch ein paar verschiedene Flaschen Bordeaux aus dem Jahrgang 1994 im Keller. Und da bin ich selber immer wieder gespannt. Also heute im Glas:

Château La Croix de Gay 1994 - Pomerol AOC

Erstaunlich schönes, jugendliches Rubinrot. Im Bouquet viel Frucht, florale Noten, rote Rosen, Kirschen, vielschichtig. Im Gaumen wieder eine ausgewogene Frucht mit einer schönen Merlot-Aromatik. Der Wein ist dicht, schön weich, zugänglich und ausgewogen. Die Tannine sind samtig und wie das Holz schön eingebunden.


Dieser Wein bereitet zur Zeit viel Trinkspass. Jetzt ins Glas damit. Er präsentiert sich jetzt sehr schön auch wenn er noch einmal drei bis fünf Jahre Reserven hat. Schöne 17/20 BAP. Die Flasche leer - also guter Genuss!

Sonntag, 28. Dezember 2014

Der Wein aus der Villa


Der Merlot Villa Karneid von Castelfeder aus dem Südtirol gefällt einfach immer wieder wirklich gut.

Die Familie Giovanett vom Weingut Castelfeder bewirtschaftet die Einzellage Villa Karneid ganz im Süden des Südtirols. Dieser Rebberg ist eine besonders gute Lage mit alten Rebstöcken.

Hier werden feinste Lagenweine in kleinen Mengen aus Chardonnay, Pinot Grigio, Lagrein und eben Merlot produziert.

Heute im Glas:

Merlot - Villa Karneid - 2012 - Alto Adige DOC



Schönes Purpurrot mit dunklem Kern. Am Glas zeigen sich klare Kirchenfenster, die einen gehaltvollen Wein erahnen lassen. Der Wein ist einen Tag offen in der Flasche und hat sich enorm schön entfaltet. Im Bouquet Noten vor Kirschen, Mahagoni, etwas Tabak, ein Hauch von frischem Zedernholz, Schokolade und Kakao. Im Gaumen rund mit viel Frucht. Eine tolle Fruchtsüsse die mit einer leichten, frischen Säure abgestützt wird. Wieder Kirschen, Pflaumen, Tabaknoten. Die Tannine präsentieren sich weich und gut eingebunden. Das Holz bringt durch den nur teilweisen Ausbau im Barrique die richtige Balance von Frucht und schönen Röstnoten im Bouqet und Gaumen.


Der Merlot Villa Karneid zeigt sich auch im 12er Jahrgang wieder von seiner ganz schönen Seite. Jetzt schon ein Genuss. Etwas Luft tut ihm gut. Und wer ihn für ein paar Jahre vergisst wird auch dann seine grosse Freude daran haben. 17.5/20 BAP sind gesetzt. Ich bin versucht, bis auch 18/20 BAP zu gehen ganz nach dem JLF-Index. Was das ist? Je leerer die Flasche ..... Freunde, sie ist leer. Leider!

Ich kenne den Merlot der Villa Karneid seit dem Jahrgang 2007. Jedes Jahr ein Genuss. Es gibt noch ein paar Flaschen dieses tollen Weins aus dem Jahrgang 2012 bei Bona aestimare am Lager. Der 2013er ist auch bereits eingetroffen. Ich bin gespannt darauf!

Samstag, 27. Dezember 2014

Diesen Wein schenke ich nicht jedem aus!

Den Wein habe ich vor einigen Jahren kennen gelernt. Eine Trouvaille - eine Rarität! Und ich habe damals ein paar Kartons für Bona aestimare erstanden. Zugegeben - natürlich in der Hoffnung auf ein paar Flaschen auch für mich.

Cuvée Thérèse 2003 - Château St. Estève d'Uchaux - Côtes du Rhone Village

Nein, kein Rotwein. Ein Weisswein aus Viognier ... und was für ein Wein, ein Monument. Der Viognier aus uralten Rebstöcken, die besten Trauben selektioniert und das bei einem Mikroertrag pro Rebstock. Das Terroir mit Muschelkalk übersäht. Der konzentrierte Wein im Barrique ausgebaut. Der Gutsbesitzer und Winzer Marc Francais hat diese Selektion seiner Frau Thérèse gewidmet. Von diesem Wein wurden gerade einmal 1360 Flaschen produziert. Alle sind nummeriert - heute im Glas die Flasche 252.

Ich habe nur noch ein paar ganz wenige davon. Und zugegeben: der Wein ist reif, ganz toll reif und nur etwas für Liebhaber.

Im Glas bernsteinfarben mit orangen Reflexen, klar mit dichten Kirchenfenstern. Das Bouquet betörend mit viel Aprikosen, Dörrfrüchten, Fruchtsüsse, Feigennoten. Im Gaumen vollmundig, dicht im Antrunk, wieder tolle Aprikosenaromatik und Feigennoten, enorm lang im Abgang. 18/20 BAP.

Dieser Wein ist ein Liebhabertropfen. Sehr schön mit einem Mousse de Canard oder Foie Gras mit etwas Ingwerjam. Speziell das Gaumenspiel mit den salzigen Noten, der Schärfe und der Süsse ergibt ein ganz besonderes Genusserlebnis.

Marc Francais hat die Cuvée Thérèse auch im Jahr 2006 in noch kleinerer Produktion von 960 Flaschen gemacht. Dieser Jahrang auch wieder grossartig und noch jugendlich im Glas. Da gehe ich auf 19+/20 BAP. Und ich habe noch ein paar davon. Wer mag ihn einmal mit mir probieren?

Donnerstag, 25. Dezember 2014

What a Xmas delight!


Lange musste sie warten ... diese eindrückliche, schöne Doppelmagnum Château Cissac 1986. Mehrmals umgezogen, lange gelagert, immer wieder in der Grösse bewundert. Und natürlich die Frage ... ist der Wein denn heute auch noch gut?

Château Cissac habe ich in den Anfängen meines Wein-Lernen-Schnuppern kennen gelernt. Kein Blender, kein grosser Name. Aber ... damals ein solider, gut strukturierter Cru Bourgeois. In guten Jahren zuverlässig und im Glas, was man von einem traditionellen, guten Bordeaux aus dem Haut-Médoc erwarten würde.
 
An diesem Weihnachtsfest war es soweit. Zu Ehren der Gastgeberin habe ich die Flasche ursprünglich erstanden und heute - enfin - aufgemacht.

Erst etwas Anstrengung. Der überbreite Zapfen über Jahrzehnte mit Wein getränkt und im ersten Anlauf in der Hälfte zerbrochen. Mit Geduld und Ruhe die zweite Hälfte doch noch in die richtige Richtung statt einwärts nach aussen bewegt.

Im Glas ein schönes, funkelndes Rubinrot, das erstaunlich wenig Reifenoten zeigt. Das Bouquet, wie nur ein schön gereifter Bordeaux riechen kann - so einen Wein könnte man blind zuordnen. Reife Cabernet und Merlot Frucht, schwarze Johannisbeeren, Kirsche, Kräuternoten, das Holz angenehm und deutlich wahrnehmbar. Mit der auf Zimmertemperatur ansteigenden Wärme und ein paar Stunden Luft entwickelt er sich sehr schön. Im Gaumen immer noch präsente Frucht, ausgewogen mit dem Tannin und den Fassnoten. Insgesamt ein schönes Weinerlebnis der besonderen Art. Ich gebe 17/20 BAP.

Und das Festessen dazu? Auch dieses Jahr hat uns Markus wieder mit seinem traditionellen Rindsfilet im Teig verwöhnt. Traditionell und sehr gelungen. Der Teig mit Ei bestrichen und mit Weihnachtssternen dekoriert. Die Füllung mit Rosmarin und Morcheln, das Filet mit Speck umwickelt und auf den Punkt gegart - zartrosa im Kern und butterzart. Kompliment und herzlichen Dank an die beiden Gastgeber!

Ein schönes Weihnachtsfest - gilt die Einladung wieder nächstes Jahr?