Dienstag, 16. Februar 2016

Vive la France - Gold für den Grés

Wundert mich nicht, dass dieser Wein für den Jahrgang 2013 eine Goldmedaille am Concours des Grands Vins de France in Macon erhalten hat. Ist auch gut, wirklich gut. Der 2012er hat von Wine Enthusiast schon 89/100 Punkten erhalten. Da ist was dran.

Eine spannende Entdeckung aus der aufstrebenden Region Languedoc Roussillon. Die Domaine Guizard macht in kleinen Mengen und naturnaher Produktion sehr ansprechende Weine. Heute im Glas:

Grés de Montpellier
Domaine Guizard - Grés de Montpellier 2013 - Côteaux de Languedoc AOP

Die Assemblage aus 80% Syrah und 20% Grenache aus alten Reben ergibt einen ganz tollen Wein, welcher während 20 Monaten flaschengereift wird vor dem Verkauf. In der Farbe ein strahlendes Purpur mit violetten Reflexen. Das Bouquet zeigt eine schöne Frucht, Cassis, Brombeeren, Kräuter, Gewürze. Im Gaumen ausgeglichen und voll mit einer tollen Frische. Dieser Wein ist ein hervorragender Essbegleiter. Durchaus auch etwas kühl im Sommer zum geniessen zu einer Grillade. Harmonischer Abgang.
17.5/20 BAP - jetzt bis 2019.

Eine toll gelungene Assemblage zu einem sehr genussvollen Preis. Auch optisch gefällt dieser Wein mit der hochwertigen „Rhonetal“ – Flasche mit Prägung der Appellation sehr gut. Macht Freude!

Die Domaine Guizard überzeugt mit sehr guten Weinen. Bona aestimare hat sie geprüft und bringt sie demnächst in die Schweiz. An der Frühlingsdegustation im Hotel Engel in Wädenswil am 19. und 20. März 2016 probieren. Dabei sein - Anmelden

Montag, 15. Februar 2016

Fonseca - Tawny Port - guter Alltagsgenuss

Es gibt ja auch die Montage und Dienstage. Natürlich werden einige einwenden, dass man die Sontagsweine auch unter Woche geniessen kann. Stimme ich zu. Jederzeit.

Und trotzdem gibt es Weingeniesser, die wollen oder können nicht jeden Tag Sonntagsweine trinken. Hauptsache: wenn Wein, dann guter Wein. Egal wann. Über mehrere schöne Abende genossen:

Fonseca - Tawny Porto

Tawny Port von Fonseca
Der im Fass gereifte Tawny Portwein des bekannten Top Produzenten Fonseca bietet Genuss, grossen Genuss für wenig Geld. Die Flasche einmal geöffnet hält über ein paar Wochen, wenn es sein muss. Bei mir nicht gerade so lange.  Immer wieder ein Glas. Zum Abschluss des Essens, zum Käse, zum Dessert, zum Abendgebet. Geht alles.

Ein helles, dichtes Rot. In der Nase schöne Frucht, Feigen, Dörrfrüchte, nussige Aromen, ein Hauch Caramelcrème. Im Gaumen elegante Frucht, eine angenehme Fülle und Fruchtsüsse. 17.5/20 BAP. Die abgefüllten Tawny Portweine sind nicht zum Lagern sondern zum Genuss bestimmt. Gerne immer wieder ein Glas - wohl bekomm's.

Draussen schneit es. Ein gemütlicher Wintergenuss. Wer will - hier gibt es Zugang: www.gute-weine.ch

Sonntag, 14. Februar 2016

Carbonnieux 2004 - nein nicht in Rot. Weiss!

Weisswein so alt? Und so schön! Interessant, einen älteren trockenen Bordeaux zu verkosten. Über zehn Jahre gelagert. Probieren. Heute im Glas:

Château Carbonnieux 2004 - Pessac-Léognan - Bordeaux - Frankreich

Der Wein von Château Carbonnieux ist ein Grand Cru Classé de Graves.

Diese Trouvaille ist aus 65% Sauvignon Blanc und 35% Semillon und zeigt sich goldgelb in der Farbe. Am besten serviert in einem etwas engeren, länglichen Glas. Ich habe ihn im Riedel Chianti Glas genossen.

In diesem Glas zeigt sich der reife weisse Bordeaux erstaunlich schön und jugendlich frisch. In der Nase recht rassige Fruchtnote, ein Hauch exotische Früchte, Ananas. Im Gaumen dicht mit einem harmonischen Frucht- und Säurespier. Trotz des Alters ein frischer Wein, der überrascht und gefällt. 17/20 BAP - jetzt trinken.

Freitag, 12. Februar 2016

ZWAA - will heissen 2. Diese Schweizer und ihr Dialekt

Zwei - ja 2 - heisst in der Schweiz im Schaffhauserischen Dialekt eben Zwaa. Der sinnige Name dieses Weins kommt von 2 benachbarten und befreundeten Weinmachern. Michael Meyer von Bad Osterfingen in Osterfingen und Ruedi Baumann von Oberhallau gehören zu den besten Winzern der Region. Sie haben 1994 einen gemeinsamen Wein lanciert. Dabei bauen die beiden innovativen Weinmacher die besten Trauben unabhängig voneinander in kleinen Eichenfässern aus. Diese zwei - oder eben ZWAA - werden nach dem fertigen Ausbau assembliert und es entsteht ein Pinot Noir Schaffhausen AOC. Heute im Glas:

ZWAA - Osterfingen Oberhallau - Blauburgunder 2009

Die Farbe ist ein schönes, strahlendes Rubinrot, dicht mit hellen Rändern. Das Bouquet zeigt deutliche Holznoten, viel Barrique, Röstnoten. Rote Beerenfrucht, Waldhimbeeren, ein Hauch Teernoten, Kräuter, feuchtes Unterholz. Im Gaumen wieder dicht, mit feinkörnigen Tanninen. Rote Beeren und schwarze Kirschen. Der Wein bringt eine vollmundige Frucht und auch eine frische Säure, die ihn jugendlich macht. Er braucht Luft, viel Luft. Wenn Du eine Flasche davon hast: ab in die Karaffe. Der Pinot gefällt, wenn ich auch meine, etwas weniger Holz würde einer schönen Frucht mehr Raum verschaffen. 17.5/20 BAP - jetzt bis 2021.

Kommentar von Ruedi Baumann, Baumann Weingut Oberhallau

Danke für den Beitrag zum ZWAA 2009. Bin mit der Wahrnehmung einverstanden, der Wein ist nach wie vor sehr jugendlich und wird weiter eine sehr flache Entwicklungskurve zeigen. Das heisst, noch sehr lange viel Freude machen.

Was leider vom Autor falsch übermittelt wird, ist der Werdegang des Weines. Vom ersten Jahrgang 1994 an, werden nicht fertig ausgebaute Weine jedes Winzers assembliert, sondern schon die Trauben werden gemeinsam eingemaischt und vergoren. Das heisst, wir müssen uns bei der Ernte sicher sein, dass die Trauben qualitativ sicher "ZWAA-würdig" sind. Auch das Mengenverhältnis ist genau halb/halb und so entsteht also der ZWAA bei der Ernte und Gärung. Und nicht erst nach Degustationsversuchen mit den fertigen Weinen. Wir sind überzeugt, dass das ein entscheidender Punkt ist, der Charakter und Qualität dieses Weines bestimmt.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Merlot - kann schon Spitze sein

Merlot del Ticino - da scheiden sich die Geister immer wieder. Auch meine. Übersäuerte, stahlige Merlots mit einem stolzen Preis, sehr viel oder zu viel Barrique und ein sehr stolzer Preis. Das Glücksspiel heisst: finde die Trouvaillen.

Gut, es ist kein ganz grosses Geheimnis, dass Tamborini zu den Spitzenproduzenten gehört. Gebe ich zu. Und gefällt immer wieder. Heute im Glas:

Tamborini - Vallombrosa - Castelrotto 2010 - Riserva Ticino

Tamborini - Vallombrosa - Castelrotto
Strahlendes, dichtes Rubinrot. In der Nase ein betörend schönes Barrique-Bouquet, welches mir von Tamborini in den Spitzenweinen immer wieder ganz gut gefällt. Zugegeben, opulent jedoch nicht überladen. Gerade so konzentriert, dass man diesen Wein ein paar Jahre lagern möchte. Der 2010er zeigt sich jetzt in einer schönen ersten Trinkreife. Im Gaumen viel Frucht, rote und schwarze Beeren, Kirsche, die Tannine präsent und angenehm rund. Langer Abgang.

Toller Wein - 18.5/20 BAP - jetzt bis 2022.

Natürlich ist der 10er in den meisten Fällen schon ausgetrunken. Bei Bona aestimare gibt es den 2013er. Probieren!

Samstag, 6. Februar 2016

Bescheidenheit für grossen Wein

Immer wieder grosser Genuss im Glas bietet dieser Wein:

Castelfeder - Sauvignon Blanc 2013 "Raif" - Vignetti Dolomiti IGT - Italien

Von den besten DOC Lagen in Südtirol wird der hochklassige Spitzenwein produziert. Bescheiden wird er deklariert als Vignetti Dolomiti Indicazione Geografica Tipica. Vom Produzenten freiwillig "deklassiert". Dies hat mit dem italienischen Weingesetz zu tun. Da dieser hervorragende Sauvignon immer eine opulente Fülle aus den besten Rebbergen bringt, ist er mit einem Restzuckergehalt von rund 3.9 Gramm gesegnet, was für Alto Adige zulässig ist. Wenn der Produzenten diesen nun als Alto Adige DOC deklariert und der Wein bringt in einem üppigen Jahr etwas über 4 Gramm, dann wird es schwierig. Sehr schwierig. Es drohen rechtliche Schritte bis zur Beschlagnahmung ... kein "Raif". Das wäre traurig, ja eine Katastrophe. Dieser Sauvignon Blanc gehört immer wieder zu den besten Sauvignons, die ich kenne.

In der Farbe ein strahlendendes Hellgelb. Das Bouquet opulent und betörend. Mir gefällt der 2013er in einer schönen Reifephase. Viel Stachelbeeren, frische mineralische Noten, Grapefruit, exotische Früchte. Im Gaumen sehr harmonisch, vollmundig mit typischer Sauvignon Blanc Frucht. Wiederum Grapefruit-Noten, weisse Johannisbeeren, eine angenehme, dezente Fruchtsüsse mit einer frischen Säure. Schöner und langer Nachhall. Ganz toller Sauvignon Blanc der Spitzenklasse. 18.5/20 BAP - jetzt bis 2018.

Vom 2013er gibt es nur nach ganz wenige Flaschen: www.gute-weine.ch

Freitag, 5. Februar 2016

Na ja ... wieder einmal zu jung

Gute Bordeaux können kaum lange genug liegen. Weiss ich, und finde es immer wieder von Neuem heraus. Im Keller gefunden und heute im Reifetest aus der halben 0.375 l Flasche:

Château Lafon 2002
Château Lafon 2002 - Médoc AOC - Bordeaux

Zwar schon vierzehn Jahre im kleinen Fläschchen, das ja etwas schneller reifen sollte. Na ja, sollte. In der Farbe ein ganz dunkles, fast undurchsichtiges Purpurrot mit jungen violetten Reflexen. Das Bouquet zeigt sich noch etwas verhalten und rustikal. Dichte Würze, Brombeeren, Unterholz, Herbstnoten von Laub, Süssholz, Kräuter. Im Gaumen kräftig und noch etwas ungeschliffen, sehr präsente Tannine, welche sich auch farblich zeigen. Der Bordeaux wirkt fast ungefiltert. Er braucht Luft, viel Luft zum Atmen.


Im Moment trinkbar mit 16.5/20 BAP jedoch mit einem tollen Potenzial. Ich schätze, sicher 17.5/20 BAP - jedoch 2020 - 2028. Geduld, Freunde, Geduld!

Montag, 1. Februar 2016

Der Nachbar von Ornellaia kann sich zeigen!


Bolgheri ist ja eine der grossen Trendregionen der Weinwelt. Und die Appellation der grossen Namen - Ornellaia, Sassicaia, Guado al Tasso ... und und und. Gut? Sicher! Wie gut? Natürlich ist Bolgheri auch die Appellation der grossen Preise, der ganz grossen Preise.

Bolgheri - Terroir-Weine
Für mich auch eine Appellation der Entdeckungen zu Genusspreisen.

Und eine solche habe ich vor zwei Jahren gemacht mit Eucaliptus.

Ein Nachbarweingut von Ornellaia mit benachbarten Lagen zu diesem und Guado al Tasso. Und heute im Glas:


Eucaliptus - Clarice 2014 - Bolgheri Rosso DOC

Bolgheri Rosso - Clarice von Eucaliptus
Die Lagen von Eucaliptus sind alle als Superiore-Lagen klassiert. Der Clarice vom sympathischen Winzer Dario di Vaira jedoch freiwillig als einfacherer Bolgheri Rosso deklariert. Doch ein Wein von grosser Klasse aus 60% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot und 10% Syrah mit 9 Monaten Ausbau im Barrique.

In der Farbe dunkles Rot mit violetten Reflexen, jung. Im Bouquet offen mit einer Vielfalt von Aromen: da kommen Gewürznoten von Kardamon, Kurkuma, Nelken, etwas Zimt zum Vorschein. Balsamische Frische mit Noten von Zedern, Teebaumöl, Euclyptus, Minze. Florale Noten von dunklen Blüten. Schwarze und rote Beeren. Noch jung und durchaus etwas Reife verlangend. Im Gaumen die frischen Noten wieder mit balsamischen Noten und schwarzen Früchten. Recht zugänglich, elegant mit tollem Potenzial. 17.5+/20 BAP - 2016 bis 2022. Kann noch zulegen mit der Flaschenreife.

Eucaliptus ist ein Kleinproduzent von grosser Qualität. Bona aestimare hat diesen in die Schweiz gebracht. Ich habe kürzlich an einer Degustation all die grossen Namen der Region verkostet. Und da kann sich Eucaliptus zeigen - zu Recht, meine ich.

Bald schon ist Dario di Vaira von Eucliptus zu Gast in der Schweiz.

Am Freitag, 18. März 2016 im Weinclub Ybrig im Landgasthof Rösslipost Unteriberg.

Am Samstag und Sonntag 19. und 20. März 2016 an der Frühlingsdegustation von Bona aestimare im Hotel Restaurant Engel in Wädenswil mit Wine & Dine am Samstag. Unbedingt im Kalender reservieren und kennen lernen. Dabei sein - Anmelden.

Sonntag, 31. Januar 2016

007? ... nein - Nummer 401

Diese Trouvaille trägt die Nummer 401. Will heissen, es ist die vierhunderteinte nummerierte Flasche von nur 900 abgefüllten Bouteilles von Château Saint Estève d'Uchaux im südlichen französischen Rhonetal.

Château Saint Estève d'Uchaux - Cuvée Thérèse 2006

Der Wein trägt den bescheidenen Titel Côtes du Rhône Villages. Was sich dahinter verbirgt? Ein grossartiger Wein für Kenner und Liebhaber.

Saint Estève - Cuvée Thérèse 2006
Die Cuvée Thérèse ist zu 99% aus Viognier hergestellt und zwar mit einem Mikroertrag von gerade einmal 10 hl / ha. Essenz pur. Der Rebberg übersäht mit Muschelkalk. Der Wein wird in den besten Jahren im Kleinformat hergestellt - gerade einmal drei bis vier Barriques. Und wie erwähnt, im kleinen Holzfass ausgebaut.

Er zeigt sich dunkel goldgelb im Glas, sehr dicht. Im Bouquet opulent, enorm viel Dörraprikosen, Fruchtsüsse, süsse florale Noten, ein Hauch Orange. Im Gaumen sehr konzentriert, wiederum Dörraprikosen, trotz der präsenten Fruchtsüsse immer noch eine schöne Frische mit einer stützenden Säure.

Der Wein ist ein Erlebnis. Meditation, Genuss. Und zusammen mit Ingwerspeisen eine ganz hervorragende Kombination. Foie gras - etwas Ingwerjam. Kaum zu schlagen. 18.5+/20 BAP - jetzt bis 2018.

Es gibt noch ein paar ganz wenige Flaschen dieser Rarität bei Bona aestimare.

Freitag, 29. Januar 2016

Barolo? .... Nebbiolo!

Ich habe dieser Tage wieder die Gelegenheit gehabt, an Degustation diverse namhafte und preislich hohe Barolo und Barbaresco zu verkosten. Immer wieder die Erkenntnis: der Name kostet Geld und überzeugt in zu vielen Fällen bei Weitem nicht. Dann zu Hause wieder einmal im Glas:

Fratelli Grasso - Langhe Nebbiolo 2011 - Piemont - Italien

Fratelli Grasso - Langhe Nebbiolo 2011
Da kommt ein recht dunkler Nebbiolo ins Glas, der auf einen dichten Wein schliessen lässt. In der Tat, das ist er. Das Bouquet zeigt eine konzentrierte Frucht, schwarze Kirschen, Pflaumen, warme Gewürznoten, Fruchtsüsse. Dieser Wein erinnert im Moment im Bouquet schon an einen Barolo. Ein paar Stunden Luft und eine Karaffe mag man diesem an sich einfachen Wein gönnen. Dafür überrascht er. Im Gaumen viel Tiefe. Die Tannine präsent jedoch schön eingebunden und recht fein für das jugendliche Alter dieses Nebbiolo. Auch im Antrunk wieder schwarze Kirschen und Pflaumen, Terroir, Süssholz, ein Hauch Zimt, Kräuter.

Das wird ein grossartiger Alltagswein. Im Weinclub Ybrig in der Degustation im August 2015 - und seitdem hat er noch zugelegt und mag mit 18+/20 BAP wirkllich gut gefallen. Sehr gut sogar. Jetzt ... aber noch besser 2017 - 2022. Complimenti Fratelli!

Donnerstag, 28. Januar 2016

So macht Chardonnay Spass

Zu süss, überholzt, zu buttrig, langweilige Barriquenoten! Kennen wir alles. Uhhh, muss nicht sein. Ich erlebe an Degustationen immer wieder die Reaktion von Besuchern: Chardonnay, nein danke!

Es geht auch anders. Und meist erlebe ich bei den "gebrannten Kindern" positiv erstaunte Gesichter, wenn da ein guter Chardonnay vor ihre Nase kommt. Ein solcher bei mir im Glas:

Castelfeder - Chardonnay Villa Karneid 2013 - Alto Adige DOC - Italien

Castelfeder - Chardonnay Villa Karneid 2013
Das Geheimnis? Castelfeder - konstant einer der besten Produzenten im Südtirol - weiss gute Arbeit im Rebberg und im Keller zu machen. Bei den Weissweinen der Einzellage Karneid wird rund ein Viertel im Barrique ausgebaut. Da stimmt die Balance von Frucht und dezentem Holzeinsatz perfekt.

Die Farbe ein strahlendes Strohgelb. Im Bouquet eine tolle Chardonnay Frucht, ein Hauch Vanille, schöne florale Noten, ein Anflug von Banane. Im Antrunk eine schöne Frische, wieder Chardonnay typische Frucht, angenehmer Trinkfluss. Cremig und elegant, das Holz stützend, gibt dem Wein Struktur und Länge. Mineralische Frische. Im Burgunderglas servieren - grosser Genuss. 17.5+/20 BAP - jetzt bis 2020.

Dienstag, 26. Januar 2016

Bordeaux Days - Haut-Bailly 1995


Endlich wieder einmal ein paar Musse-Tage. Tage für Kellersichtung, Tage für Flaschenprüfung. Aus dem Gestell und ab ins Glas:

Château Haut-Bailly 1995 - Pessac Léognan - Grand Cru Classé de Graves

Ein toller Jahrgang. Und in einer schönen ersten Trinkreife. Der tolle Bordeaux aus dem Graves wird aus rund zwei Drittel Cabernet Sauvignon und einem Drittel Merlot gemacht.

Dunkles Purpurrot, jung, dicht und dunkel. Im Bouquet tolle schwarze Beerenfrucht, Brombeeren, Heidelbeeren, Gewürznoten. Im Gaumen dicht gewoben, Fruchtextrakt, junge, geschliffene Tannine. Doch dieser Wein macht grosse Freude. Und schöne wäre es, von diesem Jahrgang noch ein paar Flaschen zu haben. Wäre ... das war die letzte. 18+/20 BAP. Jetzt bis 2023.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Fonseca - Vintage Port 1985

Freunde, Ehrfurcht vor guten, alten Tropfen.

Da kommt mit ein 30-jähriger Portwein ins Glas. Ja, schon ein kleines Alter, so dreissig Jahre. Nur - solche Weine und solche Qualität hält sich auf hohem Niveau noch viel länger.

Fonseca - Vintage Port 1985

Extrem dunkles Purpur, schwarz, tintig. Das Bouquet bringt eine wunderschöne Fruchtsüsse, Beeren, Noten von schwarzer Schokolade. Da kann ich immer wieder schnuppern. Und kosten natürlich auch! Dieses tolle Elixir ist grosser Genuss. Eine schöne, dichte Fruchtsüsse und trotzdem eine erstaunliche Frische, balanciert. 18.5/20 BAP - jetzt bis 2030.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Immer wieder dieser Meyney!

Ja Freunde, es ist so. Aus langjähriger Erfahrung kann ich sagen: auf  Meyney  ist in der Regel einfach Verlass. Nein, eigentlich deutlich mehr: grosser Verlass und langjähriger Genuss.

Ich stöbere wieder einmal im Keller. Zum Vorschein kommt:

Château Meyney 1989 - Cru Bourgeois - Saint-Estèphe - Bordeaux
Und kein bisschen müde dieser Meyney. Im Gegenteil. Je nach Jahrgang aus rund der Hälfte Cabernet Sauvignon, mit etwa dreissig Prozent Merlot und der Balance aus dem kräftigen und langlebigen Petit Verdot gemacht. Die Rebstöcke über dreissig Jahre alt. Kraft und Saft!

In der Farbe immer noch dunkel, purpur mit fast scharzem Kern. Im Bouquet enorm viel Frucht, Beeren, Gewürze, Süsse, Unterholz. Da ist Kraft und enorme Dichte im Glas. Viel Fruchtextrakt, stoffig. Die Gerbstoffe sind reif und geschmeidig. Dieser tolle Bordeaux zeigt Tiefe und einen enorm langen Abgang. Da hat es noch viel Reserven. Wow - ein Erlebnis. 19/20 BAP - jetzt bis 2021.

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Fonti ... Fontissimo!


Fonti ... wer ihn kennt, liebt ihn. Aber erst entdecken. Und erst entdecken, wie schön Chianti und Super Tuscan reifen können. Heute im Glas:

Fattoria Le Fonti - Fontissimo 2007 - Toscana IGT

Die Auslese aus den besten Lagen und Reben des Weinguts aus Sangiovese mit etwas Cabernet Sauvignon und Merlot und 18 Monate Reife in neuen französischen Barriques.

Der Wein zeigt ein schönes, kräftiges Kirschrot mit dunklem Kern. Im Bouquet Noten von schwarzen Kirschen, Kräutern, Brombeeren. Im Gaumen viel Kraft mit präsenten Tanninen. Doch auch recht elegant. Wieder schwarze Kirschen, ein Hauch Kräuter, Salbei, Frische von Minze, Süssholz. Der Wein kann Luft vertragen, dekantieren. Ein sehr schöner Essbegleiter mit noch viel Reserven. 18.5/20 BAP.

Vicky Schmitt-Vitaly weiss Qualität zu keltern. Ich kenne die Weine seit Jahren. Und bin immer wieder begeistert davon. Doch begeistert in der Reife ... Zeit lassen. Das macht Freude! Interesse - anfragen: gute-weine.ch

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Eine schöne Bescherung!

Freunde - Weihnachten ist zwar schon vorbei. Ja, aber in bester Erinnerung. Familientreffen und viel Gutes zu berichten.

Zu den feinen Vorspeisen: Castelfeder - Pinot Grigio 15er 2012 - Alto Adige DOC - aus der Magnum Flasche. Toll 17.5/20 BAP - jetzt geniessen bis 2018.

Und ... eigentlich schon fast Tradition: An Weihnachten gibt es Markus' schon bald legendäres Filet im Teig. Und ein paar schöne Weine dazu. Klar doch.


 





Das Rindsfilet: gewürzt, kurz angebraten, mit Rohschinken umwickelt, mit Morcheln ergänzt ... ab in den schön verzierten Teigmantel. Und ab in den Ofen. Das Resultat: einfach sehr gut, lecker!

Die Festtagsbegleitung:

Bon Pasteur 1989 - Pomerol - Bordeaux aus der Doppelmagnum ein Erlebnis. Die Flasche ein paar Stunden vorab geöffnet und dekantiert. 

Die Farbe jugendlich, Purpurrot, dunkel und verrät kein Alter. Das Bouquet mit viel roten und schwarzen Beeren, Frische, Kräuter, Gewürznoten. Im Gaumen noch recht frisch und jung mit immer noch präsenten Gerbstoffen. Diese etwas trockenen Tannine mit einer gut balancierten Säure, die Frische bringt mögen ein gutes Stück Fleisch als Ausgleich. Da käme blind keiner drauf, dass der Wein doch fast dreissig Jahre alt ist.

Ein schönes Genusserlebnis - "technisch" 18+/20 aber emotional doch 18.5/20 BAP. Genuss 2015 - 2022.

Dank an die Gastgeber - wir kommen gerne wieder. Und wahrscheinlich finden wir auch wieder eine schöne Grossflasche.

Freitag, 18. Dezember 2015

Eine neue Erfahrung - Veilchen in Weisswein

Freunde, ich habe ja schon viele Weine beschnuppert, sehr viele. Florale Noten finden sich immer wieder in Weissweinen. Und ich liebe dieses Bouquet, das mich je nach dem an Frühling oder den Süden erinnert.

Beim Pinot Grigio IGT 2014 von Roncolato aus dem Veneto mache ich eine neue Erfahrung. Ja, das Bouquet zeigt viel fruchtige Noten und noch mehr florale - Blüten, Blumen, recht opulent. Akazienblüte ist da. Helle Blüten. Und dann noch eine Note, die mir erst etwas schwer fällt zu benennen. Dicht und füllig, dunkelfarbig. Ich komme kaum drauf, bis ich das Etikett auf der Rückseite der Flasche lese: Veilchen. Ja, Veilchen. Klar. Im Bouquet und im Gaumen viel Veilchennoten. Was zum Verstehen im Moment für mich etwas anspruchsvoll ist, die Tatsache, dass Veilchennoten vorwiegend in Rotweinen vorkommen. Daher die Suche nach dem Namen etwas schwierig.

Der Wein ein goldenes Gelb in der Farbe, im Gaumen frisch, fruchtig, angenehm balanciert. Ein schöner Wein zum Apéro und zu Häppchen. Gefällt 16/20 BAP - jetzt geniessen bis 2017.

Vorab habe ich Fassmuster des Pinot Grigio IGT 2015 erhalten. Da zeigt sich ein warmer, guter Sommer im Ansatz. Der 2015er ist noch besser. Wieder enorm viel florale Noten, präsente Akazienblüten und wieder - wenn auch dezenter - Veilchennoten. Den Wein teste ich über ein paar Tage. Er hält auch in der offenen Flasche sein volles Bouquet. Im Gaumen frisch und knackig mit einem schönen Fruchtspiel. Ein toller Apérowein. Da kommt ein toller Sommerwein für wenig Geld ins Glas. Freuen wir uns auf die warmen Tage! 16.5/20 BAP.

Die Weine des tollen Produzenten Roncolato aus dem Veneto bei
www.gute-weine.ch

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Ein gelungener Portweinabend

Weihnachtszeit, Winterzauber - die rechte Zeit für einen tollen Portweinabend.

Am Samstag, 5. Dezember 2015 arrangierte ich in Zusammenarbeit mit dem Landgasthof Rösslipost in Unteriberg ein kleines Portweinseminar mit anschliessendem Port & Dine - muss man erlebt haben. Ein feiner Abend in guter Gesellschaft.
Patric Lutz - Inhaber der Charles Hofer SA, Importeur und Vertreter der grossen Portwein-Marken Taylor's und Fonseca - führte die Gäste ins Thema Portwein ein. Spannend, unterhaltsam, lehrreich. Mit der Degustation der verschiedenen Typen von Portweinen - Ruby, Tawny, LBV und Vintage - konnte jeder die Unterschiede heraus schmecken. Und etwas Show dazu: das Öffnen des Vintage Port mit der heissen Portweinzange war gekonnt und durchaus sehenswert.

Das anschliessende Port & Dine brachte ein Menü mit vier Gängen auf den Tisch - alle begleitet von passenden Portweinen.

Apéritif - Fonseca Siroco White Port mit Tonic Water

Ein erfrischender Long-Drink mit etwas Eis und frischen Pfefferminzblättern. Und ein toller Begleiter zu den feinen Häppchen aus der Küche der Rösslipost.

Das Gourmet-Menü mit den darauf abgestimmten Weinen - finessenreich gekocht, schön präsentiert und gekonnt serviert:

Geräucherte Entenbrust, Brioche, süss-saurer Apfelsalat

Fonseca - 20 Years old Port

Wildgeschnetzeltes mit Dörrfrüchten, Rotkraut mit Zimtnoten, Rosenkohl, Safranknöpfli

Fonseca - Vintage Port 2007

Gestürzter Birnenkuchen mit Sauerrahmparfait

Fonseca - 10 Years old Port

Käse-Auswahl von der Milchmanufaktur Einsiedeln

Fonseca - Bin27

Zum Abschluss - Austausch - Genuss und Meditation

Fonseca - Vintage Port 1985



Dank geht an Patric Lutz, Kathrin von der Rösslipost und ihr Küchen- und Serviceteam - und natürlich all die sympathischen Gäste. Denn ohne die geschätzten Gäste wäre ein solch gelungener Abend ja gar nicht möglich.

Ein feines Angebot an Portweinen von Taylor's und Fonseca findest Du bei Bona aestimare - www.gute-weine.ch

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Rhonetal - immer wieder einmal für eine Überraschung gut

Es ist schon eine Weile her, seit ich im Rhonetal war. Besuch von Château St. Estève d'Uchaux mit seinen tollen Weinen. Die sind sehr gut, weshalb ich sie in die Schweiz gebracht habe.

Der Ausflug in die benachbarte Region lockt. Das Schild der Domaine Berthet-Rayne in Cairanne lädt zu einem Abstecher und Besuch. Begrüssung und einen kurze Besichtigung des Kellers dieses Bio-Winzers. Ein paar Weine degustiert - gut, doch gut. Ich kaufe ein paar Flaschen zur geruhsamen Nachdegustation zu Hause. Zwei Jahre später im Glas:

Domaine Berthet-Rayne - Castel Mireio 2010 - Côtes du Rhône Villages AOC

Die Assemblage aus etwa 60% Grenache, 30% Syrah und 10% Mourvèdre ist immer noch dunkel Purpurrot mit violetten Reflexen, dicht. In der Nase Brombeeren, Kräuter, Garrigues. Nach dem Aufmachen etwas streng und leicht alkoholisch. Und dann Luft, viel Luft. Da entwickelt sich dieser Wein und zeigt seine schöne Seite. Immer wieder ein Glas. Schöne Frucht, dicht. Auch im Gaumen wieder schwarze Beeren, Brombeeren, Kräuter, süsse Gewürznoten, Wärme. Macht Freude, wenn auch immer noch sehr jung. 17.5-18/20 BAP - jetzt bis 2022.

Montag, 7. Dezember 2015

Es weihnachtet sehr ... oder volle Teller, leer der Keller!

Im Haus bereit die Gästeschar
Hungrig, durstig ... jedes Jahr
 

Das Essen ist schon auf dem Teller
Die Gläser leer - schnell in den Keller
 

Ach Du lieber Weihnachtsschreck
Alle guten Weine weg!


Da wollen wir Dich doch vorher noch einladen, bei uns vorbei zu schauen.

Am Samstag, 12. Dezember 2015 haben wir von 13 – 16 Uhr in Richterswil an der Seestrasse 79 unsere Weihnachtsdegustation.

Es warten ein paar gute offene Flaschen zum Probieren, ein wenig Vorweihnachtsstimmung und ein paar besondere Weihnachtsangebote.

Die Details dazu sind zu finden auf www.bona-aestimare.ch