Freitag, 29. Mai 2015

Auf Willi ist einfach Verlass!

Willi ist ein lieber Weinfreund. Wenn er Dir einen Wein-Tipp gibt, kannst Du Dich auf eine angenehme Überraschung verlassen, blind. Wenn Willi Dir eine Flasche schenkt, dann darfst Du etwas Tolles im Glas erwarten.

So ist es!

Auch dieses Mal wieder: Es Verger - Ses Marjades 2010 - Mallorca

Der Wein präsentiert sich in einem dunklen Purpurrot mit violett-schwarzem Kern. Nach dem Öffnen braucht er etwas Luft zum Atmen. Es entfalten sich wunderschöne Noten von schwarzen Beeren und Kirschen, Gewürze, etwas Tabak, eine schöne Fruchtsüsse. Im Gaumen kräftig im Antrunk mit viel Stoff. Auch hier wieder tolle schwarzbeerige Aromatik, etwas Cassis, Fruchtsüsse, vollmundig mit langem Abgang. Dieser Wein ist ein toller Genuss. Jetzt am Anfang der Trinkreife - Potenzial bis 2020. 18.5 / 20 BAP.

Das Weingut Es Verger arbeitet nach biologischen Richtlinien. Es produziert von diesem tollen Wein aus der autochthonen Traubensorte Mantonegro mit Cabernet Sauvignon assembliert, gerade einmal 4200 Flaschen. Toller Barrique-Ausbau.

Schön, eine davon geniessen zu dürfen. Danke Willi.

Sonntag, 10. Mai 2015

Santo Stefano is back in town!

Der heilige Stefan kehrt zurück - er ist wieder unter uns - Gott sei Dank.

Das Weingut Santo Stefano im Chianti Classico habe ich vor einigen Jahren entdeckt. Ein kleiner Familienbetrieb der Geschwister Bendinelli in Greve in Chianti. Die Familie Bendinelli produziert rund 50 - 60 Tausend Liter Wein auf ihrem Gut. Rund ein Drittel verkaufen sie ausgebaut offen an Beringer für den Export in die USA, gut einen Drittel verkaufen sie dem Grosskonzern der Familie Antinori. Da wird er wohl ein Teil der Villa Maria - Cristina - Verena oder sonst was werden. Nun ja ...

Den Wein aus den besten Lagen behalten sie selber und mach runden rund 7000 Flaschen Chianti Classico und 5000 Flaschen der Riserva "Drugo". Beide hervorragend ausgebaut.

Heute im Glas: Santo Stefano - Chianti Classico 2012

Ein Sangiovese mit dunklem, strahlenden Rubinrot. In der Nase das typische Santo Stefano Bouquet, einfach herrlich. Ein Strauss von Düften mit schwarzen Kirschen, Pflaumen, etwas Tabak, schwarze Schokolade, Röstnoten, ein Hauch Crème Brulée. Ich mag immer wieder schnuppern. Das macht Freude. Im Gaumen ein runder, fülliger und harmonischer Sangiovese. So macht Chianti Spass. Wiederum viel schwarze Kirsche, angenehme Fruchtsüsse balanciert mit einer angenehmen Säure. Langer Abgang. 17.5 /20 BAP - jetzt schön zu geniessen bis 2018.

Der Santo Stefano ist wieder im Keller und bereit für Geniesser bei Bona aestimare.

P.S. Auch der fantastische Drugo ist wieder hier ... Kenner lieben ihn.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Vom Egoisten zum Philanthrop - Viognier vom Feinsten

Freunde, Beichte ist angesagt. Ich gestehe - wieder einmal.

Ja, den tollen Viognier Barrique 2011 von der Domaine Verena Wyss aus dem Languedoc Roussillon habe ich erst aus eigennützigen, egoistischen und genusssüchtigen Motiven in meinen Keller gebracht.

Ist auch gut, was die Schweizer Weinmacherin Verena Wyss da in Rebberg und Keller produziert, wirklich gut.

Da habe ich einen Turm von Kartons dieses feinen Weins eingelagert und immer wieder eine Flasche genossen. Toll. Aber tolle Weine soll man auch teilen so der Weingott Dionysos: Bacchus 1 Vers 2: "wer gute Weine teilt, auch Freunde vereint". Ich habe diesen Wein bei Bona aestimare aufgenommen und immer wieder einmal ein paar Flaschen lieben Freunden zukommen lassen und gemeinsam genossen.

An der letzten Frühlingsdegustation im Hotel Engel habe ich ihn ebenfalls gezeigt. Und er fand Anklang. Sehr guten Anklang. So guten Anklang, dass ich die letzten Kartons an liebe Freunde und Kunden ausgeliefert habe.

Ein einsamer, angebrochener Karton blieb noch zurück. Und eine der letzten Flaschen kommt heute ins Glas.

Goldenes Gelb in der Farbe. Das typische Bouquet von Aprikosen und Dörraprikosen. Im Gaumen dicht, Fülle, mineralisch, frisch und mit mitelllangem Abgang. Ein ganz toller Genuss eines vollmundigen, harmonischen Weissweins mit tollem Alterungspotenzial. 18 / 20 BAP. Jetzt geniessen bis 2017.

P.S. Der kleine Trost für Genussfreunde. Vom Wyss Wy - Viognier aus dem Stahltank - gibt es noch die allerletzten Flaschen des Jahrgang 2011 - und ganz wenig 2013er. Auch toller Genuss.

Dienstag, 5. Mai 2015

Erfrischend schön - dieser Riesling!

Da habe ich heute zu Mittag wieder einmal ein Convenience Produkt gegessen, habe mich verführen lassen, etwas Vorgefertigtes in die Pfanne zu stecken. Shame on me.
 
Ja, ich gebe es zu. Und, ja ich gebe zu, das sollten wir alle nicht machen. Punkt.

Diese Produkte sehen zwar manchmal schön aufgemacht aus, beinhalten aber leider immer wieder E XXX,  E XXX und noch mehr E XXX. Und E XXX ist auch salzig und gibt Durst.

Es wird Abend, der Gaumen etwas trocken von E XXX und Durst - viel DURST!

Wasser? Bier?!? Auf jeden Fall etwas Flüssiges muss her. Aber bitte gut!

Ein kühler Riesling könnte schon passen - und er passt. Und wie!

Fritz Haag - Brauenberger Juffer 2003 - Riesling Kabinett

Ein ganz toller frischer Riesling-Genuss. Der Kabinett bringt eine Frische und elegante Frucht. Das Süsse-Säurespiel ganz toll. Herrlicher Riesling-Genuss von der Mosel. Flasche leer - Wein gut! 17.5 / 20 BAP. Jetzt  geniessen bis 2020.

Und wieder einmal: ja, Deutscher Riesling kann sehr gut sein. Und .. ja, auch alte Weissweine sind enormer Trinkgenuss.

Montag, 4. Mai 2015

Nase vorn - Schweizer Première im Ybrig!

Am Freitag, 8. Mai 2015 wird der neue Jahrgang 2012 des Barbaresco offiziell präsentiert. Da findet in der Region an den kommenden 3 Freitagen jeweils die Veranstaltung "Barbaresco a tavola" statt. An den drei Freitag-Abenden gibt es in diversen Restaurants jeweils 20 Barbaresco Weine blind zu verkosten.

Wir gehen hin - ohnehin. Abgemacht!

Und da habe ich ursprünglich gedacht, das könnte vielleicht etwas anstrengend werden - so junge Nebbiolo Weine. Aber ich werde jetzt schon mit Vorfreude eines Besseren belehrt.

Heute im Glas und eine grosse Vor-Première: der erste Barbaresco 2012. Vorab!

Fratelli Grasso - Vallegrande 2012 - Barbaresco DOCG

Im Glas ein klares, strahlendes Rubinrot. Nach dem Öffnen erst sehr intensive Noten von Gewürznelken und etwas Muskatnuss. Mit etwas Luft zeigt sich dann ein Strauss von schönen Duftnoten. Kirschen, florale Noten von dunklen Rosen, Mahagoni-Holz, etwas Schokolade, Tabak. Enorm schön - da kann man immer wieder schnuppern. Im Gaumen zeigt sich der neue Jahrgang des Vallegrande sehr zugänglich, elegant. Der Wein bringt eine dichte Frucht und feinkörnige Tannine. Auch im Gaumen wieder schwarze Kirschen, Holunderbeeren, gekochte Brombeeren, Gewürznoten, etwas schwarzer Pfeffer. Ganz schöner Trinkgenuss und Fluss. 18.5 / 20 BAP. Jetzt schon zugänglich - trinken bis 2023.

Was für eine Première - Gratulation an die Fratelli Grasso. Sie wissen einfach, wie man einen guten Nebbiolo macht.

Da freue ich mich doch schon sehr auf Barbaresco a tavola!

P.S. Diverse ältere und reifere Jahrgänge gibt es bei Bona aestimare.

Freitag, 1. Mai 2015

Pop up Store - in Richterswil

Ein was?

Pop up Store - Pop up Shop???

Freunde - bis letzte Woche, wusste ich auch nicht so recht, was ein Pop up Store ist, ehrlich. Neumodisches Zeugs und so.

Und jetzt habe ich einen!

Na ja, wie das Leben so spielt. Da dürfen wir im Caffètino Vino in Richterswil unsere guten Weinselektionen liefern, welche die Gäste da genüsslich geniessen.

Und um die Ecke ist das Ladenlokal temporär leer und zum Gebrauch zu vermieten. Warum nicht?

Also, Handschlag am Mittwoch Abend mit der Vermieterin. Also, planen, gestalten, einrichten am Donnerstag - und Pop!

Da ist am Donnerstag Nachmittag schon fast ein schön eingerichteter Laden aus dem Nichts aufgetaucht:

oder auf Neudeutsch - pöped öp.

Kaum aufgepöpt - morgen erstmals offen  Samstag, 2. Mai 2015    11.00 - 16.00 h
Und dann:                                              Freitag,    8. Mai 2015    15.00 -18.30 h                                                                    Samstag,  9. Mai 2015    11.00 - 19.00 h

Eintreten und staunen, was denn in kurzer Zeit entstehen kann: Bona aestimare Weingenuss für Leib & Seele an der Dorfstrasse 40 in 8805 Richterswil.

Weitere Impressionen auf unserer Facebook Seite - willkommen in der Pop Up World!

Dienstag, 21. April 2015

Weine aus dem Morgenland - Libanon am Weinpalaver im Caffètino Vino am Donnerstag, 23. April 2015

Weinbau gehört zu einem alten Kulturgut im nahen Osten. Seit über zweitausend Jahren werden hier Reben angebaut.

Im Libanon mit seinem mediterranen Klima und hohen Lagen werden hier sehr gute und einige ganz tolle Weine von grossem Format produziert.
Château Musar zählt zu den fünzig besten Weinen der Welt mit einem enormen Lagerpotenzial.

Am Weinpalaver im Caffètino Vino in Richterswil probieren wir am Donnerstag, 23. April ab 18.30 h einige dieser orientalischen Weine. Dazu ein paar Häppchen aus der Küche des Caffètino Vino. Anmelden und dabei sein:

Anmeldung Caffètino - ich freue mich auf eine gemütliche Weinrunde.

Und einen kleinen Tropfen des Château Musar wird es auch geben. Versprochen!

Dienstag, 17. März 2015

Von Beat Caduff gelernt ... nachahmenswert!

Freunde, für einmal will ich nicht über Wein schreiben. Nein. Aber über Genuss!

Und was man von Spitzenköchen lernen kann.

Kürzlich war ich von der führenden Weinagentur Mettler Vaterlaus an eine Weinveranstaltung in Caduff's Weinloft eingeladen. Die Weinpräsentation war, wie zu erwarten, professionell organisiert und in der Weinloft in Zürich in einem angenehmen Ambiente gestaltet.

Beat Caduff, Zürcher Gastronom und bekannter Spitzenkoch, bereitete die Häppchen für die Degustation und das gelungene Mittagsmenü zur Weinpräsentation. Gratulation - alles ganz gut - ein Genuss.

Bei den Häppchen zur Degustation besonders aufgefallen: die enorm leckeren Bruschetti, ganz grossartig, unglaublich viel Geschmack. Beat Caduff hat über der Theke das Geheimnis verraten.

Olivenöl. Ja, schon gut. Gutes Olivenöl, natürlich! Was denn sonst?

Aber woher dieser unglaublich tolle Geschmack? Beat verrät: Nimm das gute Olivenöl und lasse es mit den gewünschten Zutaten ein paar Stunden bei etwa 60° im Ofen ziehen.

Ich habe das schon einmal ausprobiert ... und heute wieder. Ein Wintertag, etwas Zeit für Genuss - ab in die Küche!

Ich bereite die Zutaten für die Olivenöl-Kreationen: ein gutes Bio-Olivenöl, frische Zitronen, Rosmarin, Knoblauch. Alles zubereitet und ab in den Backofen bei 60° für ein paar Stunden.

Dann abkühlen lassen und ab in die kleinen Flaschen.

In den Platten bleibt etwas Öl mit dem Extrakt übrig. Ein kleines Stückchen Brot, probieren. Einfach herrlich. Enorm guter Geschmack. Durchaus nachahmenswert!

Dienstag, 3. März 2015

Da muss das ganz grosse Glas her!


Eucaliptus - Ville Rustiche 2011 - Bolgheri Superiore DOC

Ganz grosser Wein! Der Ville Rustiche 2010 hat von Gambero Rosso 2 Bicchieri erhalten und war Endausscheidungskandidat für das dritte Glas. Das Kompliment "Bester in seiner Klasse", sicher mehr alsverdient. Dass Veronelli dem weltberühmten Ornellaia 2010 drei Sterne und 94 Punkte gegeben hat ist sicher richtig.

Dass Dario di Vaira, der sympathische Besitzer und Oenologe von Eucaliptus mit seinem Ville Rustiche 2010 auch drei Sterne erhalten hat und 93 Punkte, bringt ihn auf absolutes Top-Klasse-Niveau. Ist er auch!

Die Kleinproduktion von gerade einmal 4000 Flaschen verdient Beachtung. Die Assemblage aus 50 % Cabernet Sauvignon, 40 % Merlot und 10 % Petit Verdot wird während 12 Monaten in französischen Barriques ausgebaut.

In der Farbe tiefes Purpurrot mit fast schwarzem Kern. Das Bouquet überwältigend, kraftvoll. Der Wein muss in der Jugend mit einer Karaffe und einigen Stunden Luft gebändigt werden. Das normale Bordeaux-Glas mag ihm nicht gerecht werden - das ganz grosse Glas muss her. Nomen est Omen - der grossartige Wein zeigt tatsächlich Noten von Eucalyptus und Teebaumöl. Die balsamischen Noten werden ergänzt von Minze, Salbei, Kräutern, Thymian, Teakholz, Magagoni, Tabak. Viel dunkle Beeren, schwarze Kirschen, Cassis, Süssholz. Da mag man getrost immer wieder riechen, den Duft geniessen. Im Gaumen ist der Wein enorm dicht, bringt viel Würze, wiederum balsamisches Extrakt und Beerenfrucht. Ganz lang im Abgang. 19+ / 20 BAP und am Anfang der Trinkreife mit Potenzial bis 2027.

Bona aestimare hat den Produzenten entdeckt und in die Schweiz gebracht. Es lohnt sich, ein paar Flaschen einzulagern.

Montag, 2. März 2015

Nebbiolo und ein spannendes Experiment!

Weinpalaver im Caffètino Vino - und wie! Es gab viel zu palavern.

Also eigentlich gleich zweifach ein Experiment - eine Vertikale und erst noch blind. Vier Mal Langhe Nebbiolo von Fratelli Grasso. Wir probieren blind die Jahrgänge 2008, 2009, 2010 und 2011. Und darüber hinaus den Jahrgang 2010 aus dem gleichen Lot aus der Magnum Flasche. Schmeckt man die Jahrgangsunterschiede? Und macht es einen Unterschied, ob der Wein in der normalen oder der Magnum Flasche reift?

Vorab - alle Weine sind gut und gefallen. Ja, die Jahrgangsunterschiede sind wahrnehmbar - einmal etwas dichter, einmal etwas leichter. Und spannend, wie sich die Weine mit der Luft innert ein paar Stunden verändern, alle zum Guten. Es lohnt sich immer wieder, gute und gehaltvolle Weine früh zu öffnen und zu dekantieren.


Blind kommen die Jahrgänge in der Reihenfolge 2008, 2010, 2011, 2009 und mögen auch in dieser Reihenfolge . Der 2009er mag manchem Barbaresco die Stange halten und überzeugt mit 17.5 / 20 BAP. Die Magnum 2010 kommt dichter, vollmundiger ins Glas. Ja, es lohnt sich, Magnum Flaschen für die lange Haltbarkeit zu lagern.

Zum Abschluss von Fratelli Grasso den Barbaresco Bricco Spessa 2004. Grossartige 18.5 / 20 BAP am Anfang der Trinkreife mit viel Potenzial.

Interessant, gerade in der gleichen Woche zwei Beiträge zu Fratelli Grasso mit dem Barbaresco Bricco Spessa 2004 im Glas. Die guten und differenzierten Degustationsnotizen dazu hier bei:    vvwine     und   Panamera's Weinblog

Sonntag, 22. Februar 2015

Eine "weisse Perle" aus dem weltberühmten Bolgheri

Da capo: Daria di Vaira, ein Nachbar des Weinguts Ornellaia, zeigt was er kann. Dario ist stolzer Besitzer des Weingut Eucaliptus im weltberühmten Bolgheri in der Toscana. Und trotz seiner Jugend ist er schon erfahren und und anerkannt. Veronelli - der bekannte Weinführer Italiens - zollt seinen Rotweinen mit der Höchstnote von 3 Sternen Respekt. Der Ville Rustiche wird dabei bis auf einen Punkt gleich benotet wie der Ornellaia. Auch der Gambero Rosso zeigt mit 2 Gläsern Hochachtung. Wer die Weine probiert hat, weiss - verdient, gut, hervorragend.

Auch Dario's Weisswein "Le Pinete" 2012 erhielt 2 Veronelli Sterne - Respekt. Im Jahre 2005 hat Dario die Vermentino Reben angepflanzt. Man merkt die Fülle und Kraft reifer Reben.

Heute im Glas aus der Kleinproduktion von Eucaliptus:

Vermentino "Le Pinete" 2013 - Bolgheri DOC

Schönes helles Goldgelb, Kirchenfenster. Der Wein will nach dem Öffnen etwas Luft, zeigt sich erst noch verhalten. Dann tut er sich auf und bringt eine breite Palette von südlichen Düften. Intensive, florale Noten, Zitrusfrüchte, auch südliche Kräuternoten - Lorbeer und Thymian, Heidekraut, mineralische Noten von Schieferstein. Im Gaumen eine enorm schöne Fülle, dicht. Der Wein zeigt sich gut strukturiert, vollmundig und zugleich mit einer angenehm rassigen Säure, die ihn frisch macht. Mundfüllend mit langem Nachhall. Im Geschmack auch wieder Zitrusnoten, ein Hauch Kräuter. Ein toller trockener Weisswein, trinkig - macht Lust auf Mehr. Ja, ich gönne mir noch ein Glas.

Einfach überzeugend gut - 17.5/20 BAP. Jetzt bis 2017.

Bona aestimare hat Eucaliptus in die Schweiz gebracht - Trouvaillen zum Entdecken!

Samstag, 21. Februar 2015

Eine "kleine Vertikale" am Weinpalaver im Caffètino Vino in Richterswil

Freunde, Wein geniessen ist einfach gut. Punkt.

Und ein wenig Probieren, Experimentieren, Vergleichen ... auch.

Am nächsten Weinpalaver im Caffètino Vino in Richterswil machen wir eine kleine Vertikale.

Eine was?

Also, wir vergleichen denselben Wein aus ein paar verschiedenen Jahrgängen. Ist der Wein unterschiedlich? Schmeckt er immer gleich? Spürt man die Jahrgangsunterschiede und die Reife? Schmeckt gar ein älterer Jahrgang jünger als der Jüngere?

Und dann noch eine spannende Frage: reift der Wein in den grossen Magnum Flaschen anders als in Normalflaschen?

Das Weinpalaver ist ein Treff von Weinliebhabern, die gerne Wein geniessen, sich darüber unterhalten ... eben palavern.

Wir probieren ein paar schöne Nebbiolo aus dem Langhe im Piemont. Und nebst der Vergleichsdegustation geniessen wir sicher noch einen reifen Barbaresco ... versprochen!

Wer noch einen der letzten Plätze reservieren will:  Anmeldung im CV

Es wird spannend ... und genussvoll. Ich freue mich jetzt schon.

Montag, 16. Februar 2015

Bedeutungslos gut!

Eine Kleinflasche Bordeaux. Mehrere hatte ich vor ein paar Jahren genossen. Die kleine 0.375 l Flasche ist lange unberührt im Keller gelegen und endlich wieder einmal auf den Tisch respektive ins Glas gekommen.

Einer dieser unbekannten Cru Bourgeois - einer von Vielen. Und Bordeaux überzeugt immer wieder:

Château Clément-Pichon 1998 - Haut Médoc

Im Glas ein schönes, dichtes Purpurrot, das wenig vom Alter verrrät. Im Bouquet erst verhalten, etwas verschlossen. Mit zwei Stunden Luft tut er sich auf und entwickelt enorm schöne Noten. Rote und schwarze Beeren, schwarze Schokolade, ein Hauch Kakao, schöne warme und süsse Gewürznoten, die an Weihnachtsgebäck erinnern. Im Gaumen zeigt er sich weich, am Anfang der Reife jedoch mit viel Frucht. Eine schöne, angenehme Fruchtsüsse. Auch hier wieder Gewürznoten, rund und harmonisch. Die Kleinflasche, die etwas schneller reift als eine Normalflasche, zeigt sich von der besten Seite. 17-17.5/18 BAP und jetzt auf dem Genuss-Höhepunkt.

Schade, dass ich nur noch ein Fläschchen davon habe. Einer dieser unbekannnten, bedeutungslosen Bordeaux ... aber gut. Sehr gut sogar!

Samstag, 14. Februar 2015

Wer sagt denn ...

... dass Weisswein unbedingt jung getrunken werden soll?!?

Natürlich gibt es die bedeutungslosen, wässerigen Weissweine. Die halten kaum ein paar Monate in der Flasche. Solche möchte ich allerdings auch nicht jung im Glas haben - nein danke.

Etwas anderes an diesem Wintertag - ein reifer Weisswein:

Domaine Verena Wyss - Les Perdreaux - Roussanne 2011

Im grossen Burgunderglas serviert, gelbgoldene Farbe, Tränen am Glas - schön. Im Bouquet ein vielschichtiges Aroma, Terroir - Lehmboden, mineralische Noten, Steinfrüchte, ein Hauch orientalischer Noten, exotische Früchte. Im Gaumen dicht, vollmundig, wiederum feine mineralische Noten, eine schöne Frische, erinnert an exotische Gewürze - Kardamon, feine Ingwernoten, etwas weisser Pfeffer, Steinfrucht - frische Pfirischnoten. Tolle Aromatik, er zeigt sich mit "warmen Noten" und trotzdem in einer Frische mit einer balancierenden Säure. 17.5-18/20 BAP. Jetzt geniessen bis 2017.

Dieser Weisswein wird aus alten Reben gewonnen, konzentriert, voll, harominisch. Ausgebaut im Stahltank und im 600 Liter Holzfass. Ein Weisswein, der auch in der kalten Jahreszeit viel Freude macht.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Ehre wem Ehre gebührt!

Heute bei mir zu Gast ein lieber Gast mit Jahrgang 1986.

Was liegt näher als wieder einmal einen 1986er zu öffnen?

Château Poujeaux 1986 - Moulis-en-Médoc - Grand Vin de Bordeaux

Château Poujeaux - bekannt, beliebt und immer wieder ein Genuss: der Kellermeister bringt es auf den Punkt:

"Château Poujeaux, c’est du soleil en bouteille" - Daniel Bercion - Maître de chai à Poujeaux depuis 1982

Im Glas ein schönes, strahlendes Rubinrot mit Purpur im Kern. Jugendlich in der Erscheinung. Im Bouquet warme Noten wie ein schöner Spätsommertag. Ein Hauch Orangenblüte, Caramel, Kakao, Rosen, Kräuter, schwarze Kirschen. Im Gaumen frisch mit einer feinen, eleganten Säure. Angenehm im Antrunk von mittlerer Statur. Viel Fruchtsüsse, Blutorangen, feine Tannine, Würze, Tabak, dezente Lakritzenoten. Ein toller Essenbegleiter und ein Genusserlebnis. Kein Hauch von Alter. Der hat noch einmal ein paar Jahre Potenzial. 18/20 BAP - jetzt bis 2018.

Dazu: Pouletbrust gefüllt mit hauseigenem Petersilie-Pesto, einer Scheibe Rauchspeck, geräuchtem schottischen Gourmet-Salz. Aussen auch ein Hauch geräuchtes Salz und eine Portion geräuchte Senfkörner - "Uncle Roy" lässt grüssen. 45 Minuten im Backofen bei etwa 120 Grad bringen ein zartes, feines Gericht mit tollen Geschmacksnoten auf den Teller.

Die feinen schottischen Produkte gibt es bei Anne McKenzie in Einsiedeln. Ich setze sie gerne gezielt beim Kochen ein.

Dienstag, 27. Januar 2015

Ein Ausflug nach Portugal - im Caffètino Vino Richterswil

Draussen Schnee - kalt, brrrrrh! Am Abend dunkel. Was jetzt?

Gemütlich ins Caffètino Vino in Richterswil gehen und ein wenig vom Süden träumen.

Das erste Weinpalaver ist angesagt am kommenden Donnerstag, 29. Januar 2015 um 18.30 h.

Wir machen eine kleine Genuss-Reise nach Portugal in die Weinregion Alentejo. Da entstehen aus vielen autochthonen Rebsorten ganz tolle Weine. Schon einmal von Alfrocheiro gehört? Schon einmal Trincadeira probiert. Wir degustieren diverse schöne Weine aus dem Alentejo - und geniessen ein paar Häppchen aus der Caffètino Küche.

Anmelden und dabei sein: Anmeldung Caffètino - ich freue mich auf eine gemütlich Weinrunde.

Samstag, 24. Januar 2015

Schon im Winter einen Hauch Sommer und Strand geniessen

Draussen ist es kalt - und grau - und Hochnebel mag das Gemüt trüben.

Muss nicht sein!

Zurück lehnen - eine schöne Musik mit Meeresrauschen laufen lassen ... und ein Glas Sauvignon Blanc, Chardonnay oder Pinot Noir von Kina Beach Vineyard einschenken.

Gemütlich sitzen und einfach vom Strand und der Sonne träumen - jawohl. Darf sein!

Die Weine von Kina Beach Vineyard gehören zu den besten Neuseelands. Wer sie kennt mag sie. Wer sie kennen lernen will hat jetzt eine gute Gelegenheit mit dem  Sonder-Gemüts-Aktionspaket.

Details zum Traumangebot von Bona aestimare hier: Wein-Traum Kina Beach

Montag, 19. Januar 2015

Januarloch?

Natürlich sprechen alle über das Januarloch, klar. So von wegen - weniger - weniger Wein?!

Der Grund, warum ich zur Zeit doch die eine oder andere Kleinflasche Bordeaux à 0.375 l geniesse ist allerdings nicht dem Phänomen Januarloch zuzuschreiben.

Kleinflaschen reifen bekanntlich schneller als Normalflaschen oder Magnum. Punkt. Und da einige der Kleinflaschen in meinem Keller lagern mache ich ab und zu den "Fitnesstest". Reif, vorüber oder gar noch nicht so weit?


Heute im Glas - ein kerniger Bordeaux aus St. Estèphe:

Château Tranquoy Lalande 1998 - Cru Bourgeois

Ein klares Purpurrot, noch jugendlich in der Erscheinung. Nach dem Öffnen ein verhaltenes Bouquet, das sich erst mit viel Luft von seiner guten Seite zeigen will. Der Wein zeigt eine Bordeaux-typische Nase. Cassis, Lakritze, schwarze Beeren. Auch im Gaumen anfänglich etwas streng, körnige Tannine. Erst mit dem Atmen kommt die weichere Seite zur Geltung. Wieder einmal zeigt sich, dass die Weine von St. Estèphe Zeit und Reife brauchen. An sich ein schöner Wein für den Alltag. Er mausert sich von den anfänglich enttäuschenen 15 BAP mit der Zeit auf 16 - 16.5/BAP. Ich denke, dass er noch weiter reifen darf. Das Potenzial ist da - vielleicht kommt er auf 17 Punkte? Ich bin gespannt.

Samstag, 17. Januar 2015

Da geht mir ein Licht auf!

Freunde - was habe ich doch für ein schönes Weihnachtsgeschenk erhalten!

Magnum einmal anders. Magnum gleich mehrfach genossen - toll.

Also - der erste Wein, für den das Weingut Castelfeder von Gambero Rosso die sagenhaften "Tre Bicchieri" erhalten hat war der Pinot Bianco Tecum 2010 in der Magnum-Flasche. Limited Edition! Da wurden weniger als Tausend Stück produziert. Bona aestimare hat sich ein paar davon gesichert.  Aber keine mehr da - leider.


Schon die Flasche eine Augenweide! Und der Inhalt? Auch ganz toll. Eine davon haben wir denn auch im Weinclub Ybrig am Gala-Abend genüsslich verkostet. 18/20 BAP - grosse Freude.

Die Flasche leer - was nun? Ich stelle Sie im Degustationslokal auf, weil sie einfach schön ist. Da bleibt sie, bis mich eine mir bekannte junge Dame fragt, ob sie diese haben kann. Na ja, klar doch, sage ich, aber in Ehren halten. Natürlich, sagt sie.

Und dann zu Weihnachten erhalte ich ein schön verpacktes Geschenk. Ziemlich gross. Was ist denn da drin? Halt, nicht schütteln! Auspacken - staunen.

Eine leere Magnum-Flasche Teccum?!?

Nein, keine Enttäuschung! Schön und originell: bei mir geht ein Licht auf - im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Magnum ist zurück im Degustationslokal. Noch schöner als vorher. Die Wein-Lampe gibt ein warmes Licht - und Freude. Ein edles Dekorationsstück - zur Nachahmung empfohlen.

Wer selber eine schöne Wein-Lampe haben möchte, vielleicht machen die Künstler auch ein solch schönes Unikat für Dich. Geht mit jeder schönen Flasche als Erinnerung. Höflich fragen :-)

Freitag, 16. Januar 2015

Für einmal will ich auch COOP sein!


... heisst der heutige Beitrag oder:  COOP's Geschenk an die Höngger

Kennen wir doch - Für mich und dich. Und jedes vierte Wochenende 20% auf alle Weine oder so.

Da kommt der neueste Streich des Grossverteilers: im Artikel des Tages Anzeiger vom 10. Januar 2015 lese ich:

Luxuswein vom Grossverteiler - in seiner neuen Filiale in Höngg verkauft Coop einen Wein für 1790 Franken pro Flasche.

Wie denn - was denn?

"Der Lieblingswein superreicher Chinesen heisst Lafite-Rothschild. Eine Flasche Lafite-Rothschild, Jahrgang 2010, kann man derzeit auch in Zürich-Höngg kaufen. Preis: 1790 Franken für 75 Zentiliter."

Aber hallo!

Da kann ich für einmal auch COOP spielen: wer wirklich an dem Wein interessiert ist, bekommt diesen bei Bona aestimare nicht nur jedes vierte Wochenende mit 20 % Rabatt auf den obigen Preis sondern jeden Tag - solange Vorrat - bis Ende März 2015.

Nicht für mich ... aber für Dich - solltest Du Dir diesen Wein leisten wollen. Man gönnt sich ja sonst Nichts!