Montag, 2. November 2015

Millenniums Poujeaux

Wie lange ist das schon her - Computer-Weltuntergangsstimmung wegen des Datumwechsels und Millenniumshype? Mein Gott - es scheint Ewigkeiten.

Ich grabe im Keller aus:

Château Poujeaux 2000 - Moulis en Médoc - Bordeaux

Der Wein dunkel, purpur in der Farbe, jugendlich. 15 Jahre? Im Bouquet eine opulente Frucht, viel florale Noten, Rosen, Fruchtsüsse. Im Gaumen recht dicht, jedoch auf der eleganten Seite. Schöner Antrunk, ausgewogen. Der hat noch Reserven - wie immer verlässlich Châteaux Poujeaux. 18/20 BAP - jetzt aber lieber später - bis 2022.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Liegen tut gut - immer wieder dieser Chianti

Mit Liegen meine ich natürlich auch mich. Tut gut - entspannen. In diesem Fall aber meine ich wieder einmal Chianti - guten Chianti.

Immer wieder fragen mich Freunde, Kunden, Geniesser ob denn der Chianti nicht früh getrunken werden soll. Also, schlechter Chianti - und davon gibt es leider mehr als genug - sollte überhaupt nicht getrunken werden. Und guter, richtig guter Chianti wird mit etwas Lagerung noch besser. Wieder einmal ein Genuss-Beispiel und ich vermute, leider meine letzte Flasche:


San Vincenti - Chianti Classico Riserva DOCG 2006

Ein sehr dunkles Rubinrot, jugendlich. Im Bouquet enorm viel Beerenfrucht, schwarze Beeren, dunkle florale Noten, Gewürze. Ein Terroirwein, kräftig, die Reife hat ihm gut getan obwohl sich der Wein erst in der schönen Genussphase zeigt und gut und gerne noch einmal einige Jahre Potenzial hätte. Die Flasche leer ... Wein sehr gut. 18.5/20 BAP. Jetzt bis 2020.

Das Jahr 2006 hat sich als sehr gutes Jahr für Chianti gezeigt. San Vincenti leider weg - zum Trost habe ich noch etwas Mannucci Droandi - Chianti Classico Riserva DOCG 2006. Auch 18.5/20. Auch schön jetzt zu geniessen und Potenzial bis 2022. Ein paar Flaschen davon gibt es noch bei Bona aestimare - probieren lohnt sich.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Endlich wieder einmal Bordeaux

Ich gebe es zu: Luxusprobleme. Regelmässig habe ich gute Weine im Glas - andere sollten auch nicht in die Nähe kommen. Aber schon lange hat es keinen Bordeaux mehr gegeben. Enfin! 

Château Meyney 1995 -  Saint Estèphe - Bordeaux

An sich nicht einer der grossen Namen. Jedoch immer wieder ausgezeichnet gut - überzeugend. Der Wein von Château Meyney verlangt Reife. Ich finde einen zwanzig jährigen Meyney aus dem sehr guten Jahr 1995. Die Assemblage: etwa 65 % Cabernet Sauvignon, 25 % Merlot und der Kraft verleihende Petit Verdot mit 10 %.

Die Farbe zeigt ein dunkles Purpurrot, dicht, mit vollen Kirchenfesntern. Im Bouquet schwarze Kirschen, dichte, süsse Frucht, Weihnachtsgewürze, etwas Kräuter, Brombeeren. Dieser Wein bereitet Schnupperfreude! Und nicht nur: auch im Gaumen enorm viel Frucht, vollmundig - beeindruckend.

Langer Abgang. 18.5 - 19/20 BAP. Jetzt bis 2025. Meyney bietet viel Genuss für's Geld - wer warten mag. Das lohnt sich.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Genussentdeckung im Piemont

Manchmal spielt der Zufall eben Zufall. So auch bei meiner letzten Piemont Reise. Ich komme am Montag Mittag hungrig an. Das Ziel: mein Lieblingsrestaurant in Barbaresco das Rabaya. Die schlechte Nachricht: Montag geschlossen!

Da hilft nur Eines: Etwas finden, Neues entdecken. Das Antica Torre im Zentrum von Barbaresco bietet sich an. Und nebst gutem Essen ein Blick auf die Weinkarte. Und bei den sehr warmen Temperaturen ein Weisswein. Ich entscheide mich für:

Albino Rocca - Langhe Chardonnay 2013 - Da Bertü

Und ich habe ein kleines "Wow-Erlebnis". In der Farbe ein schönes Goldgelb, dicht mit Kirchenfenstern. Im Bouquet eine opulente Chardonnay Frucht, etwas Äpfel, Vanille, ganz viel Butterkeks-Noten. Im Gaumen saftig, vollmundig, dicht mit langem Abgang.

Da liegt die Vermutung nahe, dass dieser Chardonnay im Holz ausgebaut wurde. Fehlanzeige. Der Wein wird aus Trauben von zehn bis zwanzig jährigen Reben gemacht und im Stahltank ausgebaut. Enorm diese Dichte, Kraft und trotzdem frische Eleganz. 18.5/20 BAP.

Ich bin so begeistert von diesem Wein, dass das Weingut besuche und den kleinen Restbestand des 2013er reserviere. Nicht nur für mich - auch für andere interessierte Geniesser. Ende Oktober kommt er ins Lager von Bona aestimare. Unbedingt vormerken - es lohnt sich ein paar Flaschen davon zu haben.

Der kleine Ornellaia - na ja ... gut schon ...

... aber ich kann mich doch fassen.

Da fahre ich also nach Certaldo. Die Verkehrsführung in dieser schönen Kleinstadt anspruchsvoll. Das Zentrum zu finden, schwierig. Aber es gibt da eine empfohlene, sehr gute Osteria. Die Fahrt lohnt sich. Und die Osteria La Saletta ist auch zu empfehlen. Schönes Lokal, feine Gerichte, sehr fein. Eine schöne Weinkarte.

Ich entscheide mich, den "kleinen Ornellaia" zum Esssen zu probieren:

LA SERRE NUOVE DELL ORNELLAIA 2011 - Bolgheri Rosso DOC

Ein schönes, tiefes Rubinrot. Das Bouquet noch etwas verschlossen, rote und schwarze Beeren würzig. Im Gaumen viel breite Frucht, wieder Beeren. An sich schön - ich komme trotz des grossen Namens seiner Herkunft und einem stolzen Preis nicht über 17/20 BAP.

Beim nachträglichen Prüfen in der italienischen Weinbibel Gambero Rosso finde ich mich bestätigt. Auch einer der führenden Weinverkoster Italiens bietet gerade mal eines von drei Gläsern für den 11er.

Da halte ich mich doch an die Genussentdeckung von Bona aestimare aus dem Bolgheri: das Nachbarweingut von Ornellaia Eucaliptus hat vom Gambero Rosso für den Basiswein Clarice schon zwei Gläser erhalten. Und diesen raren Wein in Kleinproduktion gibt es zum Genusspreis.

Dienstag, 6. Oktober 2015

Ein grosser Schluck ...

... wer aus diesem Glas trinken darf.

In der Toscana im Glasmuseum in Colle Val d'Elsa befindet sich das grösste von Hand gefertigte Glas der Welt.

Beeindruckend mit seinen rund zwei Metern Grösse.

Und da passt manche Flasche rein.

Wenn Du also wieder einmal einen grossen Wein hast, der ein grosses Glas braucht: Voilà!

Colle Val d'Elsa gilt als Erfindungsort des Beikristall-Glases und Geburtsstätte einer früher florierenden Glasindustrie. Ein spannender Rundgang im kleinen Museum.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Piratengeschichten - Kina Beach meets Gantenbein

Interessant: der Pinot Noir Reserve 2009 von Kina Beach  aus Nelson Neuseeland ist ein hervorragender Pinot Noir. Das ist klar und  das weiss auch, wer ihn schon genossen hat.

Immer wieder wenn ich diesen an einer Degustation hatte, bemerkten erfahrene Weinkenner, dass sie dieser doch sehr an einen guten Pinot aus der Bündner Herrschaft erinnere.

Da wir im Weinclub Ybrig im September einen "Ausflug in die Bündner Herrschaft" geplant hatten, bot sich eine ideale Gelegenheit, diesen Aussagen und Empfindungen etwas genauer auf den Grund zu gehen. Die Runde mit einer Reihe Pinot Noir haben wir blind probiert.

Und in der Tat: sehr interessant. In der Vorbereitung öffnete ich die beiden 2009er, welche nebeneinander stehen sollten.

Einmal da der Kultwein aus Fläsch: Gantenbein 2009 und dann eben Kina Beach Reserve 2009. Schon verblüffend die Ähnlichkeit im Bouquet, dem Charakter, der Stilistik. Ich nahm das erstaunt zur Kenntnis. Und auch mit Freude, dass wir da zwei tolle Pinots geniessen werden.

In der Runde mit Weinliebhabern und einigen fundierten Kennern hätte keiner den Pirat erkannt ... und wären auch nicht darauf gekommen, dass die beiden Rebberge doch so weit auseinander liegen - fast schon wie die Preise der beiden Weine.

Zwei wirklich schöne Weine und die Details dazu im Beitrag - Top Pinot Noir und ein Pirat.

Vom Kina Beach Reserve 2009 mit 18.5/20 BAP gibt es nur noch wenige Flaschen für Geniesser bei Bona aestimare. Und sich davon ein paar zum Genusspreis zu sichern lohnt sich - versprochen!

Dienstag, 15. September 2015

Merlot du Monde am Weinpalaver in Richterswil


Am Donnerstag, 24. September 2015 um 18.30 Uhr findet das nächste Weinpalaver im Caffètino Vino in Richterswil statt.

Ob es die Amseln wirklich speziell auf diese Trauben abgesehen haben oder eine Anspielung auf die schöne schwarzblaue Farbe ist?

Jedenfalls kommt die Bezeichnung Merlot vom französischen Wort merle - was zu Deutsch Amsel heisst.

Und ja, die Traube ist sehr beliebt auch bei Weinliebhabern.

Sie stammt ursorünglich vermutlich aus der Region Bordeaux und hat ihre Reise rund um den Erdball gemacht. Merlot wird heute in mehreren Kontinenten und vielen Ländern angebaut.

Der Merlot ergibt einen runden genussvollen Wein. Natürlich braucht es dazu gute Lagen, sorgsame Pflege und eine gute Arbeit im Weinkeller.

Wir probieren einige Merlot aus verschiedenen Ländern. Was sind die Unterschiede und die Anbaugebiete?

Wie immer gibt es zu den guten Weinen feine Häppchen aus der Küche des Caffètino - Genuss garantiert. Ich freue mich.

Anmelden einfach hier bei Caffètino-Vino:  Anmeldung  oder Telefon 044 784 11 33

Sonntag, 30. August 2015

Bona goes Josefsdörfli - das grosse Pilzessen

Freunde, das grosse Pilzessen des Pilzverein Einsiedeln im Josefsdörfli bei Einsiedeln ist angesagt:

Samstag, 12. September  2015  von  11 - 20 Uhr

Sonntag,  13. September  2015  von  11 - 15 Uhr

Mit dem Auto in die Nähe fahren, verbunden mit einer schönen Wanderung ins Josefsdörfli oder mit dem gratis Transportdienst ab dem Dorfzentrum Einsiedeln ...

... dabei sein lohnt sich hier auf jeden Fall!

In der Pilzausstellung gibt es grosse Palette einheimischer Pilze zu bewundern- giftig oder essbar? Anschauen, staunen und den Experten vor Ort kannst Du Fragen stellen. Ist auch faszinierend diese Pilzwelt.

Und dann gibt es da eben eine gute Auswahl feiner Pilzgerichte - eine schöne Auswahl frisch zubereiteter Speisen mit geprüften lokalen Pilzen. Die Qual der Wahl ist wohl das einzig Schwierige an diesem Tag: den Herbstsalat mit Pilzen oder das Steak mit Risotto und Pilzragout oder die Pilzbratwurst oder das Nudelnest mit Pilzrahmsauce?

Was heisst denn hier schon oder? Vielleicht eher ein und statt ein oder ? Macht Sinn - geniessen, denn das letzte grosse Pilzessen ist schon drei Jahre her. Und wer weiss, wann das Nächste wieder ist.

Ach ja, und gute Weine gibt es auch zum Pilzschmaus. Du kannst eine Auswahl der Selection Bona aestimare geniessen - ausgesuchte Qualitätsweine, welche hervorragend zu den Pilzgerichten passen. Genuss garantiert. Und ein paar Weine haben wir erst noch in der Degustation.

Und dann ist auch noch für Unterhaltung gesorgt: für Freunde von Schwyzer-Örgeli Musik spielen am Samstag die Sihlsee-Örgeler und Diä urchigä Grosser  auf und am Sonntag die Eubach Buebe. Lüpfig, fröhlich, bodenständig. Freude!

Hier der Flyer mit dem Programm zum Download - Datum reservieren und dabei sein!

Mittwoch, 26. August 2015

Für einmal das Schöne an der Wand - Kunst im Furthof


Vom 4. September - 6. September 2015 gibt es im Furthof Wädenswil eine tolle Kunstausstellung:

Susannne Wuhrmann aus Au stellt ihre Werke aus: Mischtechnik auf Leinwand

Die Künstlerin ist am Zürichsee aufgewachsen und hat seit ihrer Kindheit Freude am Malen. Seit Ende der Neunziger Jahre setzt sie sich intensiv mit der Aquarall-Malerei und diversen Mischtechniken auseinander. Durch den Besuch verschiedener Malkurse im In- und Ausland hat sie ihren eigenen Stil gefunden.

 

Auf ihrer Homepage www.wuhrmann-art.ch gibt sie einen Einblick in das reiche Schafffen der Malerin. Die Bilder in der Galerie zeigen eine Reihe ihrer Werke mit schönen Blumen- und Landschaftmotiven mit verschiedenen Techniken. Vielfältig, vielschichtig, mit Tiefgang, ausdruckstark.




An der Ausstellung gibt es ihre Werke zu bewundern. Die Öffnungszeiten sind:

Freitag,     4. September 2015     17.00 - 20.00 Uhr
Samstag,  5. September 2015     10.00 - 18.00 Uhr
Sonntag,   6. September 2015     13.00 - 17.00 Uhr

Die Künstlerin ist während diesen Zeiten auch persönlich anwesend. Schöne Bilder und sicher eine spannende Begegnung. Unbedingt hingehen.

Frei nach dem Motto: Bona aestimare - das Gute geniessen.

Montag, 24. August 2015

Viognier am Weinpalaver im Caffètino am 27. August 2015

Am Donnerstag, 27. August 2015 um 18.30 Uhr findet das nächste Weinpalaver im Caffètino Vino in Richterswil statt.

Es ist wahrscheinlich noch sommerlich warm am Donnerstag. Warum also nicht einmal ein Weisswein-Palaver erleben. Wir probieren und palavern über Viognier.

Die weniger bekannte edle Rebsorte Viognier ist für mich eine der Königstrauben mit enorm dichten und vollmundigen Weissweinen. Ursprünglich im nördlichen Rhonetal in der Appellation Condrieu beheimatet, hat sie ihre Erfolgsreise ins südliche Rhonetal, Languedoc Roussillon, nach Spanien und Übersee gemacht.

Gute Viognier sind Spitzenweine und oft auch für einen Ausbau im Holzfass gut geeignet. Damit erlangen diese Weine eine tolle Lagerfähigkeit von mehreren Jahren.

Da probieren und erleben wir also ein paar einmal einige Viognier im Glas - mit feinen Häppchen aus der Küche des Caffètino - Genuss garantiert. Ich freue mich.

Anmelden einfach hier bei Caffètino-Vino:  Anmeldung  oder Telefon 044 784 11 33

Freitag, 21. August 2015

Zero SO2 - der schwefelfreie Wein im Genuss-Test

Freunde - wer eine Schwefelallergie hat, der leidet. Oder muss immer wieder auf schmackhafte Lebensmittel und Getränke verzichten. Auch auf gute Weine.

Praktisch alle Weine beinhalten Schwefel zur Haltbarmachung. Gut, wenn da Produkte auf den Markt kommen, die ohne Schwefel produziert wurden.

Sind sie auch gut? Ich habe bisher einige schwefelfreie Weine probiert und fast alle haben nicht überzeugt. Heute im Test:


Terra d'Alter - Aragonez Zero SO2 - Alentejo - Portugal

In der Farbe ein schönes, klares und strahlendes Purpurrot - die Kirchenfenster zeigen den Gehalt des Weines an. Im Bouquet viel Frucht, Kirschen, rote Beeren, süsse Gewürznoten, ein Hauch Lebkuchen, Brotrinde, auch dezente Kräuternoten - angenehm und vielschichtig. Im Gaumen kräftig und voll. Rote Früchte, Würze und wiederum Gewürznoten, dicht gewoben mit viel Fruchtextrakt. Der Wein zeigt die elegante Süsse der Tempranillo Traube - in Portugal Aragonez genannt - mit einer lebhaften Säure, die den Wein frisch macht. Der Wein ist gut. Beim Öffnen zeigt sich zuerst ein Anflug von ganz leichter Kohlensäure. Mit dem Schwenken und der Luft verschwindet diese. Bewertung - als schwefelfreier Wein doch recht gut gelungen. 16/20 BAP.

Ich habe die Flasche mit einem Rest über Nacht unvakumiert bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Die Nachprobe am zweiten Tag: die Luft hat ihm gut getan. Der Wein ist bedeutend besser geworden. Für mich deutet das darauf, dass der Aragonez durchaus einige Zeit vor dem Konsum aufgemacht werden kann, eventuell sogar dekantiert und damit auch noch Lagerpotenzial hat. Im grossen Glas geniessen - auch hier Luft und am besten hat er im Bordeaux-Glas geschmeckt. Heute 16.5 - 17 / BAP - jetzt geniessen bis 2017.

Der australische Weinmacher Peter Bright, Oenologe und Partner von Terra d'Alter versteht sein Handwerk. Ich habe von ihm viele Weine verkostet und alle sind gut gelungen - darunter einige Top-Weine.

Das heisse, trockene Klima des Alentejo erlaubt, hochwertige, naturnahe und damit verträgliche Weine zu produzieren. So auch der Zero SO2.

Mehr zum Weingut Terras de Alter findest Du hier: Terras de Alter

Und die guten Weine erhältlich bei
Bona aestimare - das Gute geniessen!

Dienstag, 18. August 2015

Bona goes Engadin - Weingala Piemont im Waldhaus Sils

Eine der führenden Wein-Journalisten der Schweiz - Stefan Keller - organisiert immer wieder Top-Weinveranstaltungen. So auch wieder jetzt:

Grosse Weingala Piemont

im Waldhaus Sils am 25. August 2015


Eine stattliche Anzahl Produzenten ist persönlich vor Ort. Fratelli Grasso - "mein" Produzent aus dem Piemont, den ich vertrete, ist ebenfalls da. Grund genug für mich, da zu sein. Da zu sein mit dem Produzenten, da zu sein für Kunden, die vielleicht diese tollen Weine kennen lernen wollen ...  auf jeden Fall sollten.

Die sympathischen und bescheidenen Brüder Luigi und Alfred - eben die Fratelli Grasso - haben ja kürzlich für ihre erste Riserva von Decanter die Goldmedaille und den Titel für die beste Barbaresco Riserva erhalten.

Sagt eigentlich schon fast alles.

Toll, wirklich toll. Ich schätze die Nebbiolo-Weine dieses Produzenten seit einiger Zeit. Grossartige, finessenreiche Qualität von feinster Güte. Da steckt viel sorgfältige Arbeit im Rebberg und Können im Keller dahinter. Kompliment.

Im renommierten Waldhaus Sils erwartet die Gäste ein tolles Programm: Degustation, Seminar und Gala Diner mit passenden Weinen. Es lohnt sich.

Bona aestimare ist an der Weingala mit dabei und natürlich habe ich auch ein Spezialangebot bereit für alte und neue Liebhaber der tollen Weine von Fratelli Grasso.

Anmeldung für Seminar und Nachtessen - Platzzahl beschränkt:

Telefon    081 838 51 00   oder E-Mail      mail@waldhaus-sils.ch

Clerc Milon Rothschild 1993

Das Jahr 1993 war im Bordeaux mittelmässig - aber doch ein Lichtblick nach den sehr durchzogenen Vorgängern 1991 und 1992. Auch ein Lichtblick im Glas?

Clerc Milon Rothschild 1993 - Pauillac - Grand Cru Classé

In der Farbe ein recht dichtes Purpurrot, klar und kräftig. Im Bouquet herrliche Bordeaux-Aromatik. Viel rotbeerige Frucht und florale Noten, dunkle Rosen. Enorm vielschichtig und einladend. Im Gaumen zeigt sich der Wein angenehm weich und rund. Ein harmonischer Bordeaux in seiner schönsten Reifephase. Eine schöne, volle Fruchtsüsse. Die Tannine weich und sehr schön eingebunden. Mittellanger Abgang.

Ein Genuss: 17.5/20 BAP - jetzt geniessen bis 2019.

Auch da zeigt sich wieder einmal die verlässliche Bordeaux-Regel: Grosse Jahre - kleine Weine. Kleine Jahre - grosse Weine. Und das Haus Rothschild gehört zu den grossen Weinen, die auch in kleinen Jahren tolle Weine machen - auch nach über zwanzig Jahren ein Genusserlebnis.

Frisch, kreativ - ungewohnt!

Salome von Brünig habe ich kennen gelernt als als Nachfolgerin für den Bona aestimare Pop-up store in Richterswil.

Sie hat das Ladenlokal an der Dorfstrasse 40 in Richterswil ab Juli 2015 übernommen und bietet dort bis Ende Jahr eine Palette an kreativen Artikeln an - selbstgemacht von der Künstlerin.

Wer sich sein eigenes T-Shirt designen will: Shirt aussuchen, Muster aussuchen, Farbe wählen - Salome macht ein Unikat für Dich.

Weitere Artikel: die Ladestation für Mobiltelefone. "Handy-Garage" in diversen Designs, Kunstkarten, Lederartikel - alles Handarbeit.



Ungewohnt? Ungewohnt! So nennt sich auch ihre homepage           www.ungewohnt.ch

Sympathisch, originell, kreativ und frisch. So präsentiert sich ihr Laden und Werkstatt an der Dorfstrasse 40 in Richterswil. Vorbei gehen, hereinschauen, staunen

Sonntag, 16. August 2015

Nau & Co ...

... steht für 80 % Connonau di Sardegna mit 20 % Company in Form von Cabernet Sauvginon. Ich meine eine gelungene Assemblage.

MORA & MEMO - Nau & Co 2012

Der schöne Rotwein des sardischen Familien-Weinguts MORA & MEMO zeigt im Glas ein dichtes Rubinrot. Im Bouquet eine Fülle von roten Beeren, schöne Gewürznoten, Fruchtsüsse, etwas Schokolade und Kaffee. Im Gaumen zeigt sich der Wein mit Fülle, recht weich mit schönem Trinkfluss und balanciert. Die Gerbstoffe und das Holz sind sehr gut eingebunden. Ein schöner Alltagswein - 17/20 BAP - jetzt geniessen bis 2018.


Wer ihn auch probieren will: einfach anfragen bei Bona aestimare.

Der grosse Blues im Ybrig? Freude herrscht!

Freunde, so war das nicht gemeint mit dem Blues - eher ein grosser Grund zur Freude.

Wenn eine grossartige Blues-Band wie 4SOME BLUES ein Konzert im Ybrig gibt, heisst es dabei sein - unbedingt!

4SOME BLUES, das ist: Walter Baumgartner, der solo und in verschiedenen Formationen aufspielt und ein Teil der legendären original Mojo Blues Band.

 4SOME BLUES spielt live im Landgasthof Rösslipost in Unteriberg am

Samstag, 22. August 2015 - Blues & Dine - ab 18.30 Uhr

Sonntag, 23. August 2015 - Music Brunch - ab 10.00 Uhr

Nebst guter Musik sorgt Kathrin Fässler Grossen von der Rösslipost mit ihrem Team für ein kulinarisches Programm aus der bekannt guten Rösslipost-Küche.



Reservation: Rösslipost   Telefon  055 414 60 30  oder  info@roesslipost.ch

Ich bin mit dabei - frei nach dem Motto: Bona aestimare - das Gute geniessen!

Mittwoch, 12. August 2015

Pardon - encore une fois


Pardon mes amis - ich gebe zu Bandol kommt immer wieder einmal auf diese Seite. Ist aber auch immer wieder wirklich gut. Und lohnenswert. Und genussvoll. Also ... heute vom  Familienweingut Domaine de Suffrène im Glas in Weiss und Rot:

Domaine de Suffrène - Bandol AOC -Blanc 2014

Der schöne Weisswein aus 50% Ugni Blanc und 50% Clairette zeigt ein klares strahlendes Hellgelb. Im Bouquet wunderschöne frische Noten von Zitrusfrüchten, Steinfrucht. Vollmundig mit Schmelz macht dieser dichte Weisswein Freude zum Apéro und als Essensbegleiter. 17/20 BAP - jetzt geniessen bis 2017.

Domaine de Suffrène - Bandol AOC -Rouge 2005

Mouvèdre - der König von Bandol mit 55 % assembliert mit rund 20% Grenache, 15% Cinsault und 10% Carignan. Die Farbe ein reifes, dunkles Kirschrot. Das Bouquet dieses zehnjährigen Weins toll und vielschichtig. Es zeigen sich schöne Brombeernoten, Pfeffer, Gewürznoten, Harz, Pinien, Garrigues. Im Gaumen ausgewogen wieder mit viel Brombeerfrucht, angenehme Fruchtsüsse und Würze. Die Tannine präsent und doch recht weich und gut eingebunden. Ein schön gereifter Bandol zum Alltagspreis. 17/20 BAP - jetzt bis 2019.

Anfragen bei Bona aestimare - einfach das Gute schätzen!

Dienstag, 4. August 2015

Paradise now!

Paradies auf Erden
Für einmal etwas über Philosophie und Ästhetik und die schöne Kunst.


Da kommt der Asket nach seinem letzten Tag an die Himmelspforte und klopft an. Petrus öffnet das Tor und fragt: "Was willst Du hier?" Der Asket, der ein Leben lang allen schönen irdischen Genüssen entsagt hat, meint: "Ich möchte gerne ins Paradies". Darauf Petrus: "Da bist Du hier am falschen Ort". Er zeigt auf die Erde und sagt bedeutungsvoll: "Das Paradies ist da unten!"

Italianità in der Schweiz
In der Tat ist es oft eine Frage der Perspektive und der Einstellung. Viel Schönes liegt uns zu Füssen, in der Natur, in Küche und Keller. Und oft ist es eine Frage, was wir sehen, wahrnehmen und daraus machen. Oder halt eben wie wir es uns einrichten.

Die Künstlerinnen vom Atelier Müller Tauscher gestalten mit ihren Werken schöne Welten, Ambiente und Realitäten - manchmal wie ein kleines Paradies auf Erden. Da lässt sich genüsslich sein, speisen und geniessen.

Müller Tauscher im Café Boy


Die beiden Malerinnen Melanie Tauscher und Rahel Arzi haben in Zürich bereits im stadtbekannten Café Boy ihr künstlerisches Werk zur Freude der Gäste hinterlassen.

Nun kommt das nächste kunst-kulinarische Highlight, wie die NZZ heute im Artikel: Neuausrichtung der "Spaghetti Factory" berichtet.

 "Über 30 Jahre ist es her, dass das Konzept «Spaghetti Factory» für Furore sorgte. Es hat etwas Staub angesetzt, und Bindella erprobt mit der Filiale im Zürcher Niederdorf eine Neuausrichtung."

"Das Lokal ist zurzeit geschlossen, drinnen wird fleissig gebaut, und man kann als besonders augenfällige Änderung schon ein grossformatiges Wandbild des Zürcher Ateliers Müller Tauscher erkennen".

Staub weg, Frische rein! Ambiente, Genuss, Lebensgefühl. Ich bin gespannt auf das neueste Kunstwerk. Es kann ab dem 15. August 2015 in der Spaghetti Factory besichtigt werden.

Wenn auch Du Deine eigene Welt verschönern oder neu erschaffen willst: der sympathische Slogan von Müller Tauscher - sie sagen:

You have the wall - we have the idea!

Ich meine dazu: Paradise now!

Ganz gemäss dem Motto: Bona aestimare - das Gute geniessen!

Sonntag, 2. August 2015

Kellerfunde!

Freunde, manchmal ist die Zeit da, das Weingestell kritisch anzuschauen.

Ich finde da einen Weisswein, den ich einmal für eine Veranstaltung geplant und gehütet habe. Weisswein - alt? Sehr alt!

Château Noblesse - Blanc 2009 - Bandol AOC

Der Weisswein aus der Appellation Bandol - eine Assemblage aus 60% Clairette, 30% Ugni Blanc (ein Synonym für Trebbiano aus dem auch der hervorragende Lugana gemacht wird) und 10% Rolle - in Italien Vermentino gennant.

Im Glas ein dichtes Strohgelb, intensiv mit Kirchenfenstern. Im Bouquet intensiv, Kräuter, Lorbeer, frische florale und Zitrusnoten, Terroirnoten. Im Gaumen enorm dicht, vollmundig. Auch hier wieder eine schöne Frische mit Zitrusnoten, weisser Pfeffer, würzig, enorm schön. Da käme man ein einer Blinddegustation kaum auf einen 2009er Weisswein.

Ganz toll gemacht von Agnes Cade, der Winzerin und Oenologin von Château Noblesse - in der Tat gemäss dem eigenen Slogan: Noblesse oblige. Sehr gut gelungen mit einem schönen Alterungspotenzial. 17 / 20 BAP - jetzt geniessen bis 2017.