Montag, 22. Januar 2018

Nix Landwein! Baur Pinot Noir 2011 erstaunt.

Ein Essen ist angesagt, bei dem ein guter Pinot Noir passen würde. Im Weinklimaschrank in Griffnähe liegt eine verheissungsvolle Flasche:

Baur Weine bona-aestimare.ch
Baur Weine - Pinot Barrique Spätlese 2011 - Zürcher AOC - Schweiz

Peter Baur von Baur-Weine Rafz kenne ich schon ein paar Jahre. Ich habe ihn und seinen grossartigen Grand Cru 2009 entdeckt, bevor er damit unerwarteter Schweizer Meister wurde. Und immer wieder bin ich über die Weine erstaunt, die Peter gekonnt und mit viel Geschick in die Flasche bringt.

Der 2011er Pinot Barrique aus dem guten Jahrgang doch schon ein paar Jahre gelagert. Der Blauburgunder mit einem dichten, kräftigen und strahlenden Rubinrot. Das Bouquet zeigt sich warm und opulent. Eine Fülle von Aromen strömt aus dem Glas. Da zeigen sich süsse, reife Himbeeren, ein wenig Herbstlaub, Rauchkamin, Datteln und Feigen, ein Hauch Zimt, dezent Vanille, ein erdiger Hauch, Tabak, Bleistiftnoten. Da lässt sich immer wieder schnuppern an dem Wein und immer wieder zeigt er neue Facetten.

Baur Weine bona-aestimare.ch
Im Gaumen enorm dicht, füllig mit viel süssem Fruchtextrakt. Wieder diese feinen reifen Himbeeren mit einer angenehmen Fruchtsüsse, Terroir. Dieser Wein ist sehr vollmundig, harmonisch und balanciert mit der dichten Frucht und einem gut gelungenen Holzausbau.

Von wegen Schweizer Landwein!?! Gibt es auch. Aber dies ist eine gelungene Spätlese von Format. Da käme ich kaum auf das Alter in einer Blinddegustation. Ein sehr gut gelungener Schweizer Wein zu einem genussvollen Preis. Es könnte sich durchaus lohnen, den 2015er aus dem ebenfalls sehr guten Jahrgang zu prüfen und ein paar Flaschen einzulagern.

Macht grosse Freude im grossen Glas. Auch als Esswein. Und auch nach dem Essen noch einmal geniesse ich den Pinot Noir.

Passt, passt sogar sehr. Kompliment: 18/20 BAP - jetzt bis 2023.

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